Elektrosmog und Gesundheit

Barbara Newerlas Blog zu den Themen Gesund wohnen – Gesund Leben – Gut schlafen

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WLAN an Schulen – Kein Projektstop in Hamburg

2. Dezember 2014 · Keine Kommentare

Die Nachricht, dass die geplante Einführung von WLAN an sechs Hamburger Schulen gestoppt werden sollte, machte Hoffenung. Hoffnung für die Eltern, die Zweifel über die gesundheitlichen Auswirkungen haben, Hoffnung für diejenigen Kinder, die bei Funkbelastung unter Konzentrationsstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen leiden.

Leider berichtete heise-online gestern, dass das Projekt doch starten soll.

BUND, Eltern und der Bürgerschaftsabgeordnete Walter Scheurl hatten mit Eingaben an die Bürgerschaft und Gutachten zum Nachdenken angeregt. In einem offenen Brief warnt auch der „Ärztearbeitskreis Digtiale Medien Stuttgart“ vor der Einführung von Tablets, Smartphones und WLAN als Unterrichtsmedien an Schulen.

„Die Korrelation des Anstiegs von Überforderung, Kopfschmerzen, ADHS und psychischen Erkrankungen mit der wachsenden Nutzung der digitalen Medien ist besorgniserregend“, sagt der Ulmer Psychiater und Gehirnforscher Prof. Manfred Spitzer. Nach dem Stand der Wissenschaft sei deren Gesundheitsschädlichkeit eindeutig, die Belastung könne neben Konzentrationsstörungen auch zu Spermienschädigungen bis hin zu DNA-Strangbrüchen und damit zu Krebs führen. Die Hersteller, ebenso wie das Bundesamt für Strahlenschutz, würden bereits vor einer körpernahen Nutzung der Geräte warnen und Mindestabstände fordern, so die Ärzte.
Neben den gesundheitlichen Aspekten kommt noch hinzu, dass WLAN auch aus Kapazitätsgründen für Schulen nicht geeignet ist.
Auf www.schulnetz.info findet man einen interessanten Artikle zu diesem Thema. Die Datenraten von WLAN reichen letztendlich für diese Art der Anwendung nicht aus. Auch diesbezüglich machen kabelgebundene Lösungen einfach mehr Sinn.

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Mobilfunkstrahlung – Ein Richter bezieht Stellung

17. Juni 2014 · Keine Kommentare

Bernd Irmfrid Budzinski, Richter am VG a. D.vertritt schon länger den Standpunkt, dass die gegenwärtige Mobilfunkpolitik gesetzeswidrig ist. Dass Sender in Häuser und Wohnungen hineinstrahlen war ursprünglich nicht geplant und verletzt im Grunde die Persönlichkeitsrechte. Siehe auch hier.

Nun haben Herr Budzinski und Professor PD Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter ((Med, Uni Wien) einen Bericht zur Thematik in der Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht 7/2014″ veröffentlicht.

„Vor zehn Jahren verneinte der BGH grundlegend Gefahren für die Gesundheit durch Mobilfunkwellen (2004).“

Moderne Forschungen zeigen aber eindeutig, dass die Einschätzung längst überholt ist. Behörden und Gericht bleiben aber immer noch untätig und verweisen beharrlich auf die geltenden Grenzwerte.

„Behörden und Gerichte setzen sich über den gegenwärtigen Stand der Forschung hinweg: Dieser spricht schon prima facie nicht gegen, sondern für schädigende Effekte durch Mobilfunkstrahlung. Und diese treten unstreitig (auch) unterhalb der Grenzwerte auf. Insbesondere in Schadensersatzprozessen ist nunmehr die Erhebung von Beweisen vor Gericht möglich und geboten. Anders als bei bloßen Gefahrenprognosen in Abwehrverfahren gegen Sendeanlagen sind heute vielfach rückblickend die eingetretenen Wirkungen und Schäden konkret nachzuvollziehen (Messdaten, Testergebnisse, Krankenberichte, Ärztliche Gutachten, Gesundheitsschäden, Kosten für Abschirmung oder Umzug, Wertminderung des Grundstücks). Gerichtlich verwertbares und für eine Klärung geeignetes Beweismaterial aus der neuesten Forschung liegt ausreichend vor.“ 

[ … ]

„Offizielle Auswertungen einer Vielzahl neuer Studien im Ausland – teilweise verbunden mit Warnungen der Strahlenschutz- und Gesundheitsbehörden – widerlegen inzwischen das vom BGH 2004 angenommene „Indiz“ für eine Harmlosigkeit der Funkstrahlung (§ 906 I 2 BGB).“

Die Autoren fordern:

„Behörden und Gerichte haben künftig von einer generellen Umwelt – und Gesundheitsschädlichkeit dieser nachgewiesenen biologischen Wirkungen von Mobilfunkstrahlung auszugehen – oder Beweise für das Gegenteil zu verlangen oder zu erheben.“

Mit freundlicher Erlaubnis durch den Verlag C.H.BECK oHG können Sie bei Diagnose-Funk e. V. den  Artikel „Mobilfunkschäden Ansichtssache?“ der Ausgabe NVwZ 2014 – 418 abrufen:

www.diagnose-funk.org/themen/mobilfunkversorgung/kritik-an-der-mobilfunk-rechtssprechung.php

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Mein Handy

11. Juni 2014 · 1 Kommentar

Tagebucheintrag vom Samstag, 19.05.2017:
Seit 5 Wochen irre ich ziellos durch die Straßen und ernähre mich von Essensresten aus dem Müll. Zum Glück gibt es noch überall diese Gratiszeitungen, damit ich mich in den kalten Nächten ein wenig zudecken kann, wenn ich unter einer Brücke schlafe.
Vor 5 Wochen habe ich also mein Handy verloren – eines der neuesten Generation, das alle Stückerl spielt. Ab und zu schleiche ich noch um mein Auto herum, das seit 5 Wochen auf dem Parkplatz steht. Ich komme nicht mehr hinein, und ich könnte es auch nicht starten – meinHandy diente mir nämlich als Wegfahrsperren-Entsperrung. Das hätte aber sowieso keinen Zweck, weil ich nicht weiß, wo ich wohne – ich habe mich immer auf die GPS-Funktion meines Handys verlassen. Und auch wenn ich noch nach Hause fände, könnte ich ohne mein Handy die Wohnungstür nicht öffnen.
Ich kann mir auch nichts kaufen, da man seit Jahren nur mehr mit Handy zahlt. Ab und zu finde ich ein paar alte Euro auf der Straße, aber immer weniger Geschäfte nehmen Bargeld an.
Ich wollte bei meinem Netzbetreiber anrufen, um ein neues zu bestellen – ich weiß aber die Nummer nicht, die war auf meinem alten Handy gespeichert. Genauso wie die Telefonnummern meiner Familie, meiner Freunde und Bekannten. Ich war auch bei der Polizei, aber ohne Handy kann ich meine Identität nicht nachweisen, nachdem vor einigen Jahren alle Ausweise durch das Handy ersetzt wurden.
Diesen Tagebucheintrag schreibe ich mit einem stumpfen Bleistift auf einen Fetzen Papier – beides aus dem Müll. Ich hoffe das kann irgend jemand noch lesen – meine Schrift ist nämlich fast unleserlich, schließlich habe ich seit Jahren nichts mehr geschrieben, das hat alles der Voice-Rekorder meines Handys übernommen.
Jetzt treffe ich mich mit einem Kumpel, den das gleiche Schicksal wie mich traf. Ich weiß gar nicht, wie er heißt – er weiß es ja selbst nicht mehr. Sein Name war auf seinem Handy gespeichert.
Quelle: Diagnose Funk – Von Sigi Resl, österreichischer Satiriker, http://www.enhazehn.at

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Freie Radikale und oxidativer Stress durch Mobilfunkstrahlung

15. April 2014 · 1 Kommentar

Eine Forschergruppe um Igor Yakymenko am Kiewer Institut für experimentelle Pathologie, Onkologie und Radiobiologie hat 80 Studien zu oxidativem Stress durch Mikrowellenstrahlung unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler sehen es als bewiesen an, dass Mobilfunkstrahlung zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch die Überproduktion von Freien Radikalen führt.

In der Fachzeitschrift „Oxidants and Antioxidants in Medical Science“ vom 29. März 2014 wird in dem Editorial „Mikrowellenstrahlung niedriger Intensität: ein neues Oxidationsmittel für lebende Zellen“ wird beschrieben, dass von 80 Studien 92,5 % ( = 76 Studien) eine Schädigung durch oxidativen Stress infolge von Mobilfunkstrahlung nachweisen. Die Effekte entstehen im nicht-thermischen Bereich, also bei Intensitäten weit unterhalb der Grenzwerte.

Diese Strahlung niedriger Intensität könne zu mutagenen Wirkungen durch deutliche oxidative Schädigung der DNA führen und ein breites Spektrum von Gesundheitsproblemen und Krankheiten verursachen, einschließlich Krebs.

Oxidativer Stress wird als eine Hauptursache von Erschöpfungen, Kopfschmerzen, entzündlichen Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt angesehen. Auch bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson, sowie Autoimmunerkrankungen wie MS besteht Verdacht eines Zusammenhangs mit oxidativem Stress und der zerstörerischen Wirkung von freien Radikalen auf lebende Zellen.
Unsere Grenzwerte beruhen immer noch auf physikalischen Berechnungen und der thermischen Wirkung von Strahlung. Das heißt es wird angenommen Schäden könnten nur durch eine Überhitzung des Gewebes entstehen. Nicht zum ersten Mal wird dies durch die Ergebnisse von Yakymenko et al. widerlegt – und wieder einmal wird dadurch klar, dass sie viel zum hoch sind und uns nicht schützen können.
Schützen Sie sich also selbst!
Mehr Informationen zur Vermeidung unnötiger Strahlung finden Sie zum Beispiel hier >>
Quelle: Diagnose Funk

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Audrey Dana – Ich weiß, dass Mobilfunk schädlich ist

4. April 2014 · 3 Kommentare

Vom Mut für die eigene Erfahrung von Elektrosensibilität gerade zu stehen.

Öffentlich zu bekennen, dass man Funkstrahlung von Handy, WLAN oder Schnurlostelefonen nicht verträgt kostet Mut – selbst im Bekanntenkreis und oft auch in der Familie. Des Deutschen Heiligstes ist längst nicht mehr sein Auto, sondern das Smartphone und die persönliche Freiheit besteht darin, jederzeit und überall online sein zu können. Hinweise auf die mögliche Schädlichkeit dieser „Freiheit“, gleicht heute einem Sakrileg und persönlichen Angriff.

Es ist, als würde man bekennen, dass man Stimmen hört oder Erscheinungen hat. Schnell wird den Menschen suspekt.

Da ist es völlig egal, wieviele Studien zum Thema man anführen kann. Keinen interessieren die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, von Lobby, Medienmainstream und der eigenen Gier nach immer neuen digitalen Spielereien getrieben.

Meistens mache ich es trotzdem, aber manchmal erfinde ich auch irgendwelche Ausreden, wenn ich nach 3-4 Stunden im WLAN- und DECT-Smog brüllende Kopfschmerzen habe oder mich fühle, als hätte ich 10 Tassen Kaffee getrunken. Wenn ich im superteuren Hotelzimmer nächtelang wachliege und mich am nächsten Morgen kaum auf den Beinen halten kann. Auch ich habe nicht immer die Kraft zu diskutieren, zu erklären und mich zu rechtfertigen.

Oft bin ich traurig, manchmal wütend, ob der geballten Ignoranz, der ich so oft begegne. Je nach Tagesform. Dann versuche ich mich in die hineinzuversetzen, die es eben nicht spüren. Ich weiß, dass es schwer ist, etwas als real zu aktzeptieren, was man selbst nicht wahrnehmen kann.

Trotzdem würde ich mir mehr Verständnis wünschen – und das die Menschen zumindest bereit wären, sich unvoreingenommen mit den Fakten auseinanderzusetzen. Denn diese Fakten gibt es, ganz unabhängig davon, ob man wie ich, die Strahlung spürt, oder nicht. Denn es ist ja nicht so, dass die Auswirkungen der Funkstrahlung reine Ausgeburten meiner Phantasie wären. Studien konnten vielfältige Wirkungen auf das Nervensystem, das Gehirn, das Immunsystem und die DNA zeigen und diese Auswirkungen sind unabhängig davon, ob man die Strahlung wahrnimmt.

Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als Pollen- und Nahrungmittelallergiker ein ähnliches Problem der Stigmatisierung hatten , wie Funksensible heute. Damals galten diese oft als „Psychos“, heute ist das Krankheitsbild bekannt und weit verbreitet. Vielleicht haben wir mit der Funksensibilität in einigen Jahren ein ähnliches Phänomen.

Denn wir werden mehr. Nach über 10 Jahren Mobilfunkausbau und gut 5 Jahren explosionsartiger Verbreitung von WLAN steigt die Zahl der Betroffenen und Interessierten, was sich zum Beispiel am Umsatz meiner Bücher deutlich zeigt. Aus den obengenannten Gründen trauen sich aber viele nicht darüber zu sprechen.

audreyAudrey Dana, eine französische Schauspielerin, traute sich vor geschätzt 2 Millionen Zuschauern. Also trauen Sie sich doch auch, nur dann wird sich in der öffentlichen Meinung etwas ändern:

„Nein, für mich ist das eben ein Riesenwitz;es ist doch offensichtlich gefährlich. Wie soll ich sagen… sie sind schädlich, diese Funkwellen; ich erlaube mir das zu sagen, und man wird mich vielleicht für verrückt halten – ich pfeife darauf. Aber… während des ersten Drittels meiner zweiten Schwangerschaft, das war vor vier oder fünf Jahren, damals gab es schon überall viele, viele Mobiltelefone; man weiß, dass die Frauen, wenn sie im ersten Drittel sind, im Allgemeinen keinen Kaffee mehrvertragen, keinen Alkohol mehr vertragen…. sie können nicht ausstehen, was schädlich ist.

Ich ertrug das Mobiltelefon nicht mehr, ich ertrug das Internet nicht mehr; ich konnte kein Handy mehr in meiner Nähe haben – wirklich! Es machte mich k r a n k! Ich bin also elektrohypersensibel geworden, derart stark, im ersten Drittel…. Das ging dann vorüber; ich behielt eine ganz leichte Sensibilität. Aber heute weiß ich, dass da etwas dran ist; ich

weiß, dass es schädlich ist, weil…. weil…. eben, das Baby da drin sagte mir: Geh auf Abstand!

Also wenn ich höre, wie uns die Studien sagen, dass…. – und ich höre dahinter: Kauft, kauft, macht weiter so mit konsumieren,– dann glaube ich das keinen Augenblick.“

Mehr dazu hier:http://www.buergerwelle.de/assets/files/Audrey-Dana.pdf

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Welt Krebs Bericht – WHO World Cancer Report 2014

14. März 2014 · Keine Kommentare

Der neue Bericht der WHO über die Entwicklung von Krebs weltweit ist erschienen. Darin wird eine Steigerungsrate von Krebserkrankungen um 40% bis 2025 prognostiziert. In den nächsten zwei Jahrzehnten sollen Krebserkrankungen sogar um bis zu 70% steigen – wenn alles so weitergeht wie jetzt.

Alle rätseln über die Gründe der Krebsepedemie. Mich wundert das vor dem Hintergrund der ausufernden Verwendung von drahtloser Kommunikation allerdings überhaupt nicht.

Vor wenigen Tagen ist eine alte Bekannte von mir an Krebs gestorben. Aus diesem Anlass habe ich einmal angefangen die Krebsfälle, allein in meiner näheren Bekanntschaft, zu zählen: 11 Personen in den letzten 5 Jahren, vier davon sind gestorben. Erschreckend.

Weltweit hat es im Jahr 2012, 14 Millionen Neuerkrankungen gegeben. 8,2 Millionen Menschen sind an Krebs gestorben. Schwindelerregende Zahlen. 2025 werden es wahrscheinlich 22 Millionen sein und 13 Millionnen Tote.

Ihre Presseerklärung leitet die IARC(International Agency for Research on Cancer) mit folgenden Worten ein:“Global battle against cancer won’t be won with treatment alone. Effective prevention measures urgently needed to prevent cancer crisis.“  – Die Schlacht gegen den Krebs kann mit Behandlung allein nicht gewonnen werden. Effektive Präventionsmaßnahmen werden dringend gebraucht um eine Krebs-Krise zu verhindern. Das finde ich auch!

2010 wurde der wirtschaftliche Schaden durch Krebs auf 1,16 Trillionen US-Dollar geschätzt.

Wie kann es sein, dass trotz Milliarden an Forschungsgeldern die in die Krebsforschung fließen, sich hier die Situation immer weiter verschlechtert?

Dass die Krebshäufigkeit trotz vermehrter Forschung zunimmt ist seit den 90er Jahren bekannt. Epidemiologische Studien zeigen, dass die Ausbreitung von Krebs mit verschiedenen Umweltfaktoren in Zusammenhang gebracht werden kann:

1. Umwelttoxine, Xenobiotika (hormonähnlich wirkende Kunststoffpartikel), Nanopartikel in Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Kleidung und Atemluft.

2. Radioaktiver Strahlung aus Atomanlagen

3. Ausbau drahtloser Kommunikationstechniken

Umwelttoxine und radioaktive Strahlung blieben in den letzten Jahren konstant, bzw. haben dank größeren Umweltbewußtseins eher abgenommen. Die Belastung durch Mobilfunk und andere Funkanwendungen dagegen haben exorbitant zugenommen!

Die WHO selbst hat inzwischen den digitalen Funk als möglicherweise krebserregend eingestuft. Der Umweltausschuß der EU warnt ebenfalls seit Jahren. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt den Gebrauch von Funkanwendungen auf ein Mindestmaß zu beschränken und kabelgebundene Lösungen zu bevorzugen. Trotzdem hat jeder Haushalt sein WLAN und dauersendendes Telefon. Telefone müssen nicht dauerstrahlen und auch WLAN müsste nicht dauersenden.

Der Arzt Dr. Braun-von-Gladiss schreibt: „Nicht zu übersehen ist, dass sich die Anstiegskurve der Krebsfälle mehr oder weniger mit der Kurve deckt, die den Ausbau und die Nutzung der Mobilfunktechnik spiegelt.Als ein Beispiel von vielen sei aus der epidemiologischen Studie von Dr. med. Horst Eger referiert: Im September 1993 wurde in einem Wohngebiet eine Mobilfunksendeanlage in Betrieb genommen. In den Folgejahren kam es zu einer auffallenden Häufung neu aufgetretener Krebsfälle. Der für die Bevölkerung zuständige Arzt Dr. Eger verglich im Jahr 2004 seine Patientenkartei von 1994 bis 2004,in der er knapp 1.000 Patienten aus 95119 Naila erfasst hatte. Diese wies aus, dass vom 1.-4. Jahr nach Inbetriebnahme der neuen Sendeanlage keine Zunahme der Krebshäufigkeit aufgetreten war. Ab dem 5. Betriebjahr des Senders stieg der Anteil von neu aufgetretenen Krebsfällen in einem Abstand bis zu 400 Meter um die Mobilfunksendeanlage um das 3-fache und das Erkrankungsalter der Patienten lag durchschnittlich um 8,5 Jahre niedriger. Ähnliche Beobachtungen, mit zum Teil noch viel krasseren Zahlen, liegen inzwischen aus sehr vielen Orten im In- und Ausland vor.“

Der Zeitraum von 5 Jahren in der Naila-Studie deckt sich mit den Erkenntnissen, die Prof. Hecht aus der Auswertung russischer Langzeitstudien zur Funkbelastung gewann: Nach ca. 5 -10 Jahren werden die meisten Menschen durch Funkstrahlung krank.

Wenn wir also so weitermachen wie bisher, beziehungsweise WLAN und Funknetze noch weiter ausgebaut werden, rollt eine Welle, nicht nur von Krebserkrankungen auf uns zu, die sich wahrscheinlich kaum jemand bisher vorstellen kann. Dasselbe gilt für Erkrankungen des Immunsystems, Autoimmunerkrankungen, psychische Erkrankungen und Burnout.

Letztendlich wird nicht nur der menschliche, sondern auch der volkswirtschaftliche Schaden immens sein.

Presseerklärung der IARC: http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2014/pdfs/pr224_E.pdf

Braun-von-Gladiss: Zum Anstieg der Krebshäufigkeit: http://www.diagnose-funk.org/assets/gladiss_krebshaeufigkeitsanstieg_140206.pdf

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Mobilfunksender in Straßenlaternen

3. März 2014 · 1 Kommentar

Mobilfunkmasten Stuttgart

Senderdichte Stuttgart Innenstadt

Der nächste Schritt des Netzausbaus steht an: Mobilfunksender in Straßenlaternen. Es geht tatsächlich immer noch mehr. Bereits jetzt ist die Strahlenbelastung durch Mobilfunk, WLAN und DECT-Telefone vor allem in den Städten immens. Erdgeschoßwohnungen boten bisher einen gewissen Schutzraum, da die Sender meist auf Dächern stehen und die Belastung somit auf Straßenniveau am geringsten ist. Aber das soll sich ändern. Um die Netzabdeckung in den Städten weiter zu verbessern, wird es mithilfe von Ericson und Phillips bald Sender in Straßenlaternen geben, so dass auch Erdgeschoßwohnungen mit dem Segen des Mobilfunkempfangs beglückt werden. Die Sender sollen mit direktem Sichtkontakt maximale Wirkung entfalten  – und bringen damit auch maximale Belastung, sowohl in den Straßen, wie den Wohnungen.

Quelle: http://winfuture.de/news,80489.html

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Umgang der Mobilfunkindustrie mit kritischen Wissenschaftlern

4. Dezember 2013 · Keine Kommentare

Das Ende des Jahres naht und in der stillen, dunklen Zeit des Jahres macht sich der ein oder andere vielleicht doch Gedanken darum, was wirklich wichtig ist im Leben. Ein wirklich wichtiges Gut ist Gesundheit und natürlich auch die Gesundheit unserer Kinder und der nachfolgenden Generationen. Ein weiteres wichtiges Gut, das leider ebenfalls immer seltener wird ist unabhängige Forschung. Außer für die Rettung der Banken hat der Staat kein Geld mehr übrig. In diese Lücke springen große Unternehmen und Konzerne. Zunehmend sind sie es, die Forschung an den Universitäten finanzieren. Interessenskonflikte sind dabei vorprogrammiert. Siehe zum Beispiel meinen Artikel „DNA bricht je nach Sponsor“. Unabhängige Forscher haben zunehmend Schwierigkeiten ihre Studien zu finanzieren.

Anlässlich den neuesten Studienergebnissen von Professor Hardell an der Universität von Örebro möchte ich deshalb folgenden Aufruf von Diagnose Funk und der Stiftung Pandora für unabhängige Forschung gerne weiterverbreiten und unterstützen. Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache, wie wichtig diese Forschung ist!

Zitat http://www.stiftung-pandora.eu/:

„Die Forschungsergebnisse der Arbeitsgruppe von Professor Lennart Hardell sind mit der Vorstellung der Mobilfunkindustrie, dass die Hochfrequenzstrahlung in all ihren Formen für die menschliche Gesundheit unschädlich ist, nicht in Einklang zu bringen. Alle Versuche, Hardell als Fälscher und Betrüger darzustellen, haben ihr Ziel bisher verfehlt (Beitrag von Mona Nilsson >>> [137 KB] ). Wie es um Hardells Reputation als Wissenschaftler bestellt ist, zeigt sich darin, dass seine Arbeiten 2011 die IARC veranlasst haben, die Hochfrequenzstrahlung als „möglicherweise kanzerogen für den Menschen“ einzustufen. Und 2012 begründete das höchste italienische Gericht damit seine letztinstanzliche Entscheidung, einem Langzeitnutzer des Mobiltelefons eine Entschädigung wegen seines dadurch verursachten gutartigen Hirntumors zuzusprechen.

Seit Jahrzehnten ist es Tradition, dass Wissenschaftlern, die nicht bereit sind, ihre Forschungsergebnisse den Bedürfnissen der Industrie unterzuordnen, jegliche institutionelle Förderung verweigert wird. Die Forschungsmittel gehen fast ausschließlich an von der Mobilfunkindustrie ernannte „Experten“, die mit ihrer „richtigen“ Meinung der Politik den Weg zum Strahlenschutz der Bevölkerung weisen. Damit wird der wissenschaftliche Fortschritt auf unbestimmte Zeit behindert. Maßlos überhöhte Grenzwerte, die der technischen Nutzung der Strahlung keine Grenzen setzen, sind die Folgen. Das gesundheitliche Risiko für die Bevölkerung wird billigend in Kauf genommen.

Nach den neuen alarmierenden Forschungsergebnissen der Arbeitsgruppe von Lennart Hardell kann gegenwärtig zwar als weitgehend gesichert gelten, dass die Mobilfunkstrahlung der GSM-Generation ein Risiko für die Gesundheit der Menschen darstellt (Zusammenfassung der Ergebnisse >>> [127 KB] ). Wie es sich jedoch mit der Strahlung der späteren Mobilfunkgenerationen UMTS und LTE verhält, die beide ebenfalls ohne vorausgegangene Verträglichkeitsprüfung eingeführt wurden, liegt nach wie vor im Dunkel. Ob diese Techniken mit einem höheren gesundheitlichen Risiko einhergehen, wofür es durchaus Hinweise gibt, ist insbesondere für unsere Kinder und Jugendlichen von großer Bedeutung. Sie sind es, die die bei der Krebsentstehung übliche Latenzzeit, wie lang sie auch sein mag, erreichen. Zur Klärung dieser für die weitere Entwicklung des Mobilfunks so wichtigen Frage kann Hardells Arbeitsgruppe aufgrund ihrer umfassenden Vorarbeiten entscheidend beitragen.

Die Publikation der jüngsten Forschungsergebnisse von Hardell und Kollegen wird sicher heftige Abwehrreaktionen von Seiten der Nutznießer des Status quo auslösen. Um diese Forschung trotzdem fortzusetzen zu können, bedarf es deshalb der Unterstützung der unabhängigen Wissenschaft durch Menschen, die sich von Politik und Industrie nicht länger hinters Licht führen lassen wollen. An sie wenden wir uns mit diesem neuen Spendenaufruf:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit ihrer Spende, die von der Stiftung Pandora ohne jeglichen Abzug an die Universität Örebro in Schweden weitergeleitet wird, können Sie zur Aufklärung der Öffentlichkeit über die wahren Risiken der Mobilfunkstrahlung beitragen. Diese Risiken, vor allem auch die der jeweils neuen Mobilfunkgenerationen, werden von Industrie und Politik aus kommerziellen Gründen und entgegen dem Stand des Wissens immer noch stark verharmlost. Unser Ziel ist keineswegs die Abschaffung des Mobilfunks, sondern die Anpassung der Technik an den menschlichen Organismus. Dazu brauchen wir unabhängige Forschung. Mit ihren Ergebnissen können wir dafür sorgen, dass dem Schutz der Bevölkerung endlich Vorrang vor ökonomischen Interessen eingeräumt wird!“

Spendenkonto >>>

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Neue Studie zeigt 7-fach erhöhtes Tumorrisiko

3. Dezember 2013 · 3 Kommentare

Tumorrisiko MobilfunkIm Mai 2011 stufte die WHO die nichtionisierende Strahlung von Mobiltelefonen als möglicherweise krebserregend ein. Eine neue schwedische Studie bestätigt nun diese Einschätzung und fordert aufgrund ihrer Ergebnisse sogar eine Höherstufung auf „krebserregend“. Die schwedische Forschergruppe um Professor Hardell fand ein bis zu 7,7-fach höheres Risiko an einem Gehirntumor zu erkranken durch die Langzeitnutzung von Handys und DECT-Schnurlostelefonen.

Die Latenzzeit von Tumoren beträgt bei Erwachsenen in der Regel 2-4 Jahrzehnte. Das heißt, dass bisherige Studien, die wesentlich kürzere Nutzungszeiträume umfassen, meist wenig aussagekräftig sind. So gibt es hier auch oft Entwarnung.

Professor Hardell und sein Team fanden trotzdem in mehreren früheren Arbeiten dringende Hinweise auf ein erhöhtes Tumorrisiko. Für weitere Forschungen wurden allerdings die öfftenlichen Fördermittel gestrichen. Erst mithilfe privater Spenden und der Stiftung Pandora für unabhängige Forschung, wurde die jetzt vorliegende Studie möglich.

Untersucht wurden die Fälle von schwedischen Frauen und Männern im Alter von 18 bis 75 Jahren, bei denen zwischen 2007 und 2009 die Tumordiagnose gestellt wurde. Geprüft wurde, ob Dauer und Stärke der Strahlenbelastung bei den Patienten im Vergleich zu gleichaltrigen gesunden schwedischen Frauen und Männern erhöht sind.

Schnurlostelefone werden in Schweden seit 1988 verwendet und ihre Strahlung ist mit der von Mobiltelefonen vergleichbar. Dies verdoppelt die Dauer der Strahlenexposition im Vergleich zu den bisher publizierten Studien auf mehr als 20 Jahre. Die Zuverllässigkeit der Risikoabschätzung nimmt mit der Dauer der Belastung zu und so ist die vorliegende Studie allen bisherigen an Aussagekraft überlegen.

Die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig: Das Risiko an einem bösartigen Hirntumor zu erkranken steigt mit der Nutzungsdauer und der Nutzungsintensität der mobilen Telefonie eindeutig und statistisch signifikant bis um das 7,7-fache an.

Die Studie von Prof. Hardell und Team bestätigt damit eindeutig die Hinweise aus vorangegangenen Studien.

Die schweizer Rückversicherung Swiss-Re stuft ebenfalls den Mobilfunk in ihrem diesjährigen Risikobericht als hohes Risiko für Versicherer ein – genauso, wie ein italienisches Gericht, das ebenfalls das mobile Telefonieren eines Managers als Ursache für seinen Hirntumor anerkannte.

Die karcinogene Wirkung des Mobilfunks ist also längst nicht mehr wegzudiskutieren, auch wenn Politik und Wirtschaft das immer noch nicht anerkennen möchten. Wenn wir so weitermachen wie bisher und die Strahlenbelastung so bleibt oder sich weiter erhöht, rollt spätestens in 10 Jahren eine Welle ernsthafter Erkrankungen auf unsere Gesellschaft zu.
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Ausführliche Infos zur Studie: http://www.pandora-stiftung.eu/downloads/pandora_hardell-ergebnisse_zf.pdf

 

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Grenzwerte sind nicht nach medizinischen Gesichtspunkten festzulegen, sondern nach wirtschaftlicher Tragbarkeit

6. November 2013 · Keine Kommentare

Allenthalben werden wissenschaftliche Beweise für die Schädlichkeit der Mobilfunkstrahlung unterhalb der Grenzwerte gefordert bevor sich an der aktuellen Politik etwas ändert. Nebenbei bemerkt diese Beweise sind eigentlich längst erbracht, siehe www.mobilfunkstudien.org. Aber selbst wenn diese Beweise endlich anerkannt würden, zeigen die nachfolgenden Aussagen der Schweizer Behören, wo es wirklich lang geht:

Verwaltungsgericht in Bern: „Die Bevölkerung hat kein Anrecht auf ein Null-Risiko, Grenzwerte dienen lediglich dazu, die Schäden in vertretbaren Grenzen zu halten.“

Schweizerisches Bundesgericht: „Grenzwerte sind nicht nach medizinischen Gesichtspunkten festzulegen, sondern nach wirtschaftlicher Tragbarkeit und technischer Machbarkeit.“

Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte:“Es liegt durchaus im Ermessen der Regierungen, wenn diese ein vollständig ausgebautes, tadellos funktionierendes Mobilfunknetz der Volksgesundheit vorziehen!“

Und auch in Deutschland sieht es nicht besser aus:

Zitat: »Schröder und der ebenfalls sozialdemokratische Staatsminister im Bundeskanzleramt, Hans Martin Bury, haben vorerst alle Vorstöße aus den Reihen der Regierungskoalition (damals Rot-Grün) in Richtung einer Absenkung von Grenzwerten blockiert. Schröder und Bury wollten so ›Unruhe‹ in der Wirtschaft vermeiden. Im Kanzleramt werde alles darangesetzt, die angespannte Konjunkturlage nicht noch durch zusätzliche, die Industrie belastende Maßnahmen zu verschärfen, erklärten sie das Vorgehen.«  (Meldung in der Berliner Zeitung vom 10.11.2001)

Fazit: Über die Schädlichkeit der Strahlung streiten eigentlich nur noch die (uninformierten) Bürger, die eine Lanze für oder gegen ihr geliebtes Spielzeug brechen müssen. Politisch geht es um anderes und dort wird sich erst Vernunft breit machen, wenn der volkswirtschaftliche Schaden durch Krankheit den Nutzen der Funktechnik für die Wirtschaft übersteigt.

 

Quellen:

Ludmilla Drews über Facebook,

Barbara Newerla: Tips und Tricks im Umgang mit Handy, Schnurlostelefon, WLAN & Co.

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