Elektrosmog und Gesundheit

Barbara Newerlas Blog zu den Themen Gesund wohnen – Gesund Leben – Gut schlafen

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Bio Hotels ohne WLAN

12. Februar 2016 · Keine Kommentare

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Manchmal gibt es auch gute Nachrichten.

Gestern ist mir zum Beispiel der Katalog von Bio Hotels ins Haus geflattert. Dort gibt es inzwischen endlich eine Kennzeichnung von Hotels, die WLAN nur in öffentlichen Bereichen anbieten und es über Nacht deaktivieren. Auch wenn darüberhinaus elektrische und magnetische Felder reduziert sind oder für sensible Menschen spezielle Zimmer zur Verfügung stehen, sind diese Unterkünfte mit einem speziellen Symbol gekennzeichnet.

Noch vor einigen Jahren suchte man so etwas vergebens und selbst im Bio-Bereich gab es kaum ein Bewusstsein für die Problematik. Bei Nachfragen ob WLAN oder DECT-Telefone vorhanden sind, wurde man zum Teil sogar äußerst unfreundlich behandelt. Eigentlich kaum zu glauben, da man sich Gesundheit und Wohlbefinden der Gäste auf die Fahnen geschrieben hat.

Sehr schön, dass sich das geändert hat und Betroffene zumindest jetzt wissen, woran sie sind. Nun bleibt mir nur noch zu wünschen, dass es hoffentlich noch mehr werden, die funkfreie Räumlichkeiten anbieten und es bald zum Standard gehört, nicht nur Allergikern, sondern auch Funk- und Elektrosensiblen Möglichkeiten zu bieten, entspannt Urlaub zu machen.

Weitere Infos unter: www.biohotels.info

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Lloyds of London schließt Haftung für Schäden durch elektromagnetische Strahlung aus

30. Juni 2015 · 1 Kommentar

Lloyds of London (ein internationaler Versicherungsmakler mit Sitz in London) schließt jegliche Haftungsanprüche für Schäden aus, die sich direkt oder indirekt, auf elektromagnetische Felder , elektromagnetische Strahlung , Elektromagnetismus oder Radiowellen zurückführen lassen.

Dies ist eine neue Richtlinie vom 7. Februar 2015, zitiert aus einem Grundsatzdokument der CFC Underwriting Limited, eine der Versicherungsgesellschaften von Lloyds of London. Sie schließt jede Abdeckung der Risiken, die mit der Exposition gegenüber nichtionisierender Strahlung verbunden sind, aus und wird standardmäßig auf den gesamten Markt angewandt.
Der Zweck der Richtlinie ist, die Folgen langfristiger Exposition gegenüber nicht-ionisierender elektromagnetischer Strahlung, wie zum Beispiel der Mobilfunkstrahlung, vom Versicherungsschutz auszunehmen.

Warum wollen große, internationale Versicherungsunternehmen die Risiken des Mobilfunks nicht übernehmen, fragt sich da doch jeder vernünftig denkende Mensch.
Versicherungen können rechnen und nehmen scheinbar die Risiken, die inzwischen durch viele internationale Studien belegt sind, durchaus ernst. So ernst, dass sie für die Zukunft hier ein großes finanzielles Risiko wittern und deshalb die Haftung begrenzen.

Und so fragt man sich auch, warum unsere Politiker dagegen, die Ergebnisse dieser Studien penetrant anzweifeln und von Rechts bis Links, von Schwarz bis Grün keinerlei Schritte unternehmen um die Bevölkerung zu schützen und aufzuklären.

Quelle: www.diagnose-funk.org, http://www.citizensforsafetechnology.org/Lloyds-of-London-excludes-coverage-for-RFEMR-claims,2,4168

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Auch schwache Strahlung kann DNA Schäden hervorrufen

12. Mai 2015 · 2 Kommentare

NeuronsBisher war gängige Lehrmeinung, dass die Gefährlichkeit von Strahlung linear mit abnehmender Dosis fällt. Laut einer Mitteilung des Instituts für Strahlenbiologie am Helmholtz Zentrum München muss dies nun revidiert werden.

Selbst schwache Strahlung kann Veränderungen in der Zelle bewirken, die weit stärker sind als bisher angenommen. Das konnte im Stoffwechsel bestrahlter Zellen nachgewiesen werden (Cell reports 2015; 11 (3): 474-485).

Auch geringe Strahlendosen, die bisher als harmlos galten beeinflussen die Ausprägung bestimmter Botenstoffe. Ein Abschnitt der RNA lässt sich bereits durch sehr niedrig dosierte Strahlung aktivieren, dies reguliert wiederum die Expression von MAT2A, einem Tumor-Suppressor-Gen und steuert die Aktivierung oder Stilllegung von bestimmter Genen im Zellkern.

Ob die beobachteten Vorgänge einen Einfluss auf das Krebsrisiko haben, lässt sich bisher noch nicht sagen, wäre aber denkbar. Von Bedeutung ist momentan vor allem die Tatsache, dass es Strahlenwirkungen in einem Dosisbereich gibt, der bisher überhaupt noch nicht im Fokus stand. Auch gerinste Dosen bewirken physiologische Veränderung, die über den bisher bekannten Effekt der Genmutation weit hinausgehen.

Das bisherige Modell zur Wirkung von Strahlung und vor allem des Dosis-Wirkungsverhältnisses, verliert damit seine Gültigkeit. Diese Erkenntnis kann bei der Abschätzung der Wirkung von Strahlentherapie oder für den Arbeitsschutz Folgen haben. Weitere Studien sollen folgen.

Fazit: In diesen Studien geht es zwar um die sogenannte „ionisierende Strahlung“, zu der zum Beispiel Radioaktivität und kosmische Höhenstrahlung gehören, während die Funkstrahlung unserer kabellosen Anwendungen in den Bereich der nichtionisierenden Strahlung fallen. Trotzdem lassen sich interessante Parallelen ziehen. Strahlendosen, deren Wirkung man als ungefährlich einstufte, weil man deren Wirkmechanismus noch nicht kannte, müssen nun neu bewertet werden. Wahrscheinlich trifft dies genauso auf die nichtionisierende Strahlung zu. Auch hier werden dieselben Dosis-Wirkungsbeziehungen angewandt wie im Bereich der der ionisierendne Strahlung und diese Annahmen müssen offensichtlich revidiert werden. Wir können also davon ausgehen, dass es auch im Bereich der nichtionisierenden Strahlung bereits Wirkungen auf den Körper in einem Bereich gibt, der bisher als ungefährlich eingestuft wird, weil die Wirkmechanismen und Effekte bisher nicht ausreichend erforscht sind.

 

Die Erkenntnise sind Ergebnisse des Dark.Risk-Project von EURATOM, das zum Ziel hat, Strahlung im Zusammenhang mit chronischen Krankheiten wie Krebs, kardiovaskuläre und neurodegenerative Krankheiten zu erforschen.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/884471/studie-zeigt-selbst-geringe-strahlen-dosis-schaedigt-erbgut.html

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Handys vielleicht in Kanada bald mit Warnhinweis

24. April 2015 · Keine Kommentare

Funkstrahlung gefährdet ihre Gesundheit Kopie

Der konservative Abgeordneten Terence Young brachte im kanadischen Unterhaus am 11.Dezember 2014 einen Gesetzentwurf zum Schutz vor Hochfrequenz-Strahlung ein (Bill C-648).

Demzufolge sollen zukünftig alle drahtlosen Geräte mit einem Warnhinweis, ähnlich dem auf Zigarettenpackungen, versehen werden. Dieser Wamhinweis soll folgendes beeinhalten:

  • IARC-Klassifikation (Internation Agency for Research on Cancer): möglicherweise krebserregend
  • Weitere Gesundheitsgefahren
  • Symbol für nichtionisierende Strahlung

„Citizens for Safe Technologies“ (C4ST), eine kanadische Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor Funkstrahlung, war an der Ausarbeitung des Gesetzent wurfs entscheidend mitbeteiligt. Die erste Lesung dieses Gesetzentwurfs fand parteiübergreifende Unterstützung und wurde angenommen.

Gesetzestext: http://www.parl.cg/LegisInfo/BillDetails.aspx?Language=E&Mode=1&BilI=C648&Parl=41&Ses=2

Aus: Wohnung + Gesundheit 3/15 – Nr. 154 S.57

Presseerklärung auf Canadians for Safe Techology, www.C4ST.org/PMB:

Parlamentsmitglied Terence Young, der härtere Warnungen auf verschreibungspflichtige Medikamente durchsetzte, setzt sich jetzt auch für härtere Warnhinweise auf Handys ein.

Am 19. Januar 2015 erklärte der konservative Parlamentsabgeordnete Terence Young, dass er parteiübergreifende Unterstützung von Parlamentsmitgliedern aus ganz Kanada für seinen Gesetzesentwurf zur Kennzeichnung von Handys, WLAN-Routern und Babyphonen mit einem Warnhinweis, hat.

Letztes Jahr war er bereits erfolgreich mit einer Eingabe, die klarere Warnhinweise auf Medikamenten verlangt. Seine jetzige Initiative setzt sich für Warnhinweise auf allen Funkstrahlen emittierenden, drahtlosen Geräten ein.

„Die WHO stellt die Gefahren durch drahtlose Technik auf die gleiche Stufe wie die durch DDT, Blei und Autoabgase“, sagt Young. „Die Kanadier haben ein Recht darauf das zu wissen“.

Young weist darauf hin, dass Hersteller mobiler Geräte wie Blackberry, Motorola und Apple auch bisher schon Warnungen zu Gesundheitsgefahren bezüglich ihrer Geräte publizieren. Aber diese sind im Kleingedruckten der Gebrauchsanweisungen versteckt, die wenige Menschen überhaupt lesen und nicht leicht zu finden.

Der Gesetzesentwurf stellt sicher, dass diese Warnungen lesbar und leicht zu finden direkt auf der Verpackung der Geräte platziert werden müssten. Wenn der Entwurf durchkommt, wären alle drahtlosen Geräte, die in Kanada verkauft werden verpflichtet, Warnhinweise ähnlich derer auf Zigarettenpackungen und Alkohol zu tragen.

Meiner Meinung nach eine sehr löbliche Initiative. Die Politik ist hier auch bei uns gefragt! Ich frage mich immer wieder, warum sich in anderen Ländern doch immer wieder politisch etwas bewegt und in Deutschland alle vor der Wirtschaftslobby kuschen…

 

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Geräte drahtlos laden

23. März 2015 · Keine Kommentare

Drahtlos ist in, eindeutig und auch Smartphone, Tablet und Co. lassen sich ohne Kabel laden – einfach indem man sie zum Beispiel auf ein entprechend ausgerüstetes Möbelstück legt. Inzwischen kooperieren Möbel- und Elektronikhersteller auf diesem Gebiet. Ikea verkauft  bald zum Beispiel Nachttischlampen auf denen man nachts einfach sein Handy drahtlos laden kann. Kein lästiges Kabel suchen und stöpseln mehr. Ikea wird dazu die sogenannte Qi-Technologie verwenden. Die Möbellinie „Home Smart“ soll ab April in den Handel kommen und Schreibtische, Lampen und Nachttische umfassen.

Das wäre auch alles ganz toll, wären da nicht die starken elektrischen und magnetischen Felder direkt am Bett und in Kopfnähe. Die Ladestation braucht natürlich einen Stromanschluss, denn irgendwoher muss die Energie ja kommen. Dieser Strom erzeugt in einer Spule ein magnetisches Wechselfeld, das wiederum über eine weitere Spule eine elektrische Spannung erzeugt, die den Akku dann lädt.

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Außerdem sendet das Ganze elektromagnetisch auf 110 bis 205 kHz, also im Bereich der Langwelle.

Der Wirkungsgrad diese sogenannten induktiven Energieübertragung ist immer schlechter als bei Verwendung eines Kabels – der Energieverbrauch also höher und die Ladegeschwindigkeit derzeit niedriger.

Unterm Strich, wenn Sie mich fragen, viel zu viel Belastung für das bisschen Bequemlichkeit…

Quellen und weiterführende Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Qi_%28induktive_Energie%C3%BCbertragung%29

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/05/kabellos-ikea-moebel-laden-kuenftig-handys-auf/

 

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Mobilfunkstrahlung verstärkt die Ausbreitung bestehender Tumore

19. März 2015 · Keine Kommentare

NeuronsDer Biologe und bekannte Mobilfunkbefürworter Prof. Dr. Alexander Lerchl und sein Team konnten nachweisen, dass durch krebserregende Substanzen verursachte Tumorraten deutlich erhöht sind, wenn die Tiere lebenslang Funkfeldern ausgesetzt wurden, wie sie zum Beispiel Mobiltelefone erzeugen. „Die vom Fraunhofer-Institut 2010 entdeckten Effekte auf Tumore der Leber und der Lunge wurden vollauf bestätigt“, sagt Lerchl, der die Untersuchung gemeinsam mit Kollegen der Jacobs University und der Universität Wuppertal durchgeführt hat. „Außerdem haben wir eine signifikant höhere Rate von Lymphomen festgestellt“, erläutert der Wissenschaftler die neuen Ergebnisse. Zudem seien einige der Effekte auch bei Feldstärken unterhalb der bestehenden Grenzwerte gefunden worden.

Unsere Studie zeigt, dass Mobilfunkfelder die Ausbreitung bereits vorhandener Tumore verstärken. Für die Annahme, dass sie Krebs verursachen können, gibt es hingegen bislang keine Hinweise“, meint Lerchl.

Besonders pikant: Dr. Lerchl ist ehemaliger Vorsitzender der Strahlenschutzkommission und vertrat bisher die Meinung, dass von der Mobilfunkstrahlung unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte, prinzipiell keine Gesundheitsgefahr ausgehen könnte.

Unter dem Druck der Fakten muss er das jetzt wohl revidieren. Ein wenig Gefühl der Genugtuung sei uns, die wir seit Jahren warnen und dafür oft angegriffen und verleumdet wurden, jetzt erlaubt…

Wachstum und Ausbreitung von Krebs wird durch Mobilfunkstrahlung eindeutig gefördert und es gibt sehr wohl mehr als genug Hinweise darauf, dass Krebs auch davon ausgelöst werden kann. Auch das werden diese mobilfunkindustriefreundlichen Wissenschaftler irgendwann eingestehen müssen. Im Moment wird aber noch immer auf Zeit gespielt – man gibt nur zu, was absolut nicht mehr zu leugnen ist.

Aus einer Stellungnahme von Prof. Adlkofer zu den Studienergebnissen von Prof. Lerchl:

Das Unerwartete geschieht immer

„Eine schmerzhafte Lektion für den notorischen Verleumder Alexander Lerchl und noch mehr für Industrie und Politik, die sich seiner „Expertise“ seit vielen Jahren bedienten JBS Haldane, groß als Mensch und groß als Wissenschaftler, hat die Erfahrungen seines Lebens in einem Satz zusammengefasst:„The unexpected always happens“. Wie recht er hat, hat soeben Professor Alexander Lerchl von der privaten Jacobs University in Bremen unter Beweis gestellt. Er, der als Mitglied der Strahlenschutzkommission (SSK) dem Strahlenschutz zum Hohn jahrelang die Interessen von Industrie und Politik vertreten und dabei Wissenschaftler wie Lennart Hardell und mich, deren Forschungsergebnisse mit den seinigen nicht in Einklang zu bringen waren, als Datenfälscher beschimpft hat, veröffentlicht plötzlich eine Arbeit, die alles, was er bisher behauptet hat, ad absurdum führt“…

…“Bleibt abzuwarten, ob Industrie und Politik endlich zur Kenntnis nehmen, dass ihr langjähriger Kronzeuge für die Unbedenklichkeit der Mobilfunkstrahlung diese Funktion wohl kaum noch in ihrem Sinne wahrnehmen kann. Deshalb sollte der von Lerchl zweifellos als Super-GAU empfundene Ausgang seines Forschungsvorhabens für die in der Politik für den Strahlenschutz der Bevölkerung Verantwortlichen endlich der Anlass sein, darüber nachzudenken, wie die Mobilfunktechnologie der menschlichen Natur angepasst werden kann. Der umgekehrte Weg, der bisher eingeschlagen wurde, dürfte nämlich für viele Menschen in die Katastrophe führen.“

Die Problematik betrifft allerdings nicht nur das Handy. Die stärksten Dauerstrahler zuhause sind meistens WLAN und Schnurlostelefon. Also: WLAN abschalten, strahlungsreduziertes Schnurlostelefon anschaffen und weniger mit dem Handy telefonieren! Viele praktische Tips zur Strahlenreduktion gibt es auch in unserem frisch überarbeiteten Ratgeber: Tips und Tricks im Umgang mit Handy, Schnurlostelefon, WLAN und Co.

Quellen:

http://www.diagnose-funk.org/themen/forschung/hoehere-tumorraten-durch-elektromagnetische-felder.php
http://stiftung-pandora.eu/downloads/adlkofer_-stellungnahme-zu-lerchl-09-03-2015.pdf

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Privat Router werden standardmäßig als öffentliches WLAN aktiviert

22. Februar 2015 · 2 Kommentare

Wireless routerEs geht los: Private Router sollen öffentliches WLAN zur Verfügung stellen. Kabel Deutschland verschickt derzeit Briefe an ihre Festnetzkunden, die ein geeignetes Modem besitzen, in denen man auf die neue Funktion hinweist. Widerspricht man dem nicht innerhalb von 6 Wochen, wird das öffentliche WLAN per Fernkonfiguration aktiviert.

Die Technik ist umstritten. Haftungsfragen sind immer noch nicht abschließend geklärt. Auf jeden Fall wird es zusätzliche Strahlenbelastung geben. Letztendlich ist es absolut unsinnig den Außenraum von innen zu versorgen. Wände schirmen ab und es braucht wesentlich höhere Intensitäten um eine gute Verbindung zu gewährleisten. Wer bisher schon WLAN nutzt kann ein Lied davon singen, wie leicht die Übertragung nach einigen Wänden zusammenbricht…

Im Gegensatz dazu geht die Stadt St.Gallen den sinnvollen Weg: WLAN Antennen für ein öffentliches Netz im Außenbereich, abgeschirmt gegen Häuser und Wohnungen um die Belastungen in Innenräumen gering zu halten. (http://www.diagnose-funk.org/assets/df_229_bp_stgallen_150114.pdf)

Widersprechen Sie also der Nutzung ihres Routers als öffentlichem Hotspot, sofern Sie von Kabel Deutschland angeschrieben wurden. Sie können auch die Freigabe unterbinden, indem sie in den Internet-Einstellungen des Kundencenters die Homespot-Aktivierung deaktivieren.

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Schutz vor Mobilfunkstrahlung – Frankreich unternimmt erste Schritte

15. Februar 2015 · 1 Kommentar

MobilfunkantennAm 29.1.2015 wurde in Frankreich ein Gesetz zum Schutz der Bürger vor Mobilfunkstrahlung verarbschiedet. Nach mehreren erfolglosen Anläufen stellt es einen Einstieg in eine längst dringend notwendige Vorsorgepolitik dar, wie sie seit Jahren vom Umweltausschuß des Europaparlaments gefordert wird.

Es sieht vor, dass:

  • jährlich einmal eine Liste aller Orte vorgelegt werden muss, bei denen die Strahlungswerte ein Mittelmaß übersteigen. Die Operatoren sind verpflichtet dieses Übermaß abzustellen, sofern das technisch möglich ist.
  • das Installieren von WiFi Antennen anmeldepflichtig ist. Die lokalen Behörden können diese Informationen an die Öffentlichkeit weitergeben, müssen aber nicht.
  • WLAN (WiFi) in Kinderkrippen verboten ist. In Grundschulen darf WLAN nur in Betrieb sein, wenn der Unterricht es erfordert.
  • innerhalb eines Jahres, die Regierung einen Bericht über die Situation der Elektrosensiblen vorlegen muss.

Der Gesetzentwurf strammt von der Grünenpolitikerin Laurence Abeille. Das verabschiedete Gesetz wurde unter dem Einfluss der Lobbyverbände der Mobilfunkbetreiber stark abgeschwächt und ist sicher ein Kompromiß  –  aber doch auch einfach ein erster wichtiger Schritt.

Die Belastung stieg in den letzten Jahren dramatisch und dieses Gesetz erkennt erstmalig die Notwendigkeit der Regulierung der Entwicklung des Mobilfunks und kabelloser Anwendungen allgemein an.

Damit ist längst nicht mehr fraglich, ob Funkstrahlung schädlich ist die Belastung reguliert werden müsste, sondern nur noch, wann sich die Vernunft auch in anderen Ländern gegen die Interessen der Industrie durchsetzen kann.

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Achtung WLAN!

27. Januar 2015 · Keine Kommentare

WLANIn den letzten Jahren hatte sich WLAN/WiFi vor allem als kabelloser Internetzugang etabliert. Router und Notebooks sind standardmäßig damit ausgerüstet. Aber auch stationäre PCs möchten in der Regel  inzwischen auf lästige Verkabelung verzichten.

Das Problem dabei schon seit Jahren: WLAN ist in der Regel in den Geräten ab Werk aktiviert und so kommen oft auch Menschen in den „Genuß“ der Strahlung, die WLAN gar nicht nutzen möchten und auch nicht brauchen: Wer nicht unbedingt technikaffin ist, weiß normalerweise gar nicht, dass es da etwas gibt, was er manuell deaktivieren muss.

Doch WLAN breitet sich immer weiter aus: Inzwischen ist es auch in Netzwerkfestplatten, Radios, Fernsehern und Lautsprechern aktiv. Möglicherweise, ohne dass man davon weiß.

Wenn Sie sich also in letzter Zeit  ein neues Gerät zugelegt haben und nicht rund um die Uhr der Strahlung ausgesetzt sein möchten, sollten sie daran denken, es auf WLAN zu überprüfen und den Sender gegebenenfalls deaktivieren.

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WDR Scanner – Interessante Sendung über Elektrosmog

11. Dezember 2014 · Keine Kommentare

Die WDR Sendung „Scanner“ berichtete am 26.6.2013 über Elektrosmog. Ausnahmsweise nicht, die in den Medien oft übliche Stimmungsmache in die eine odere andere Richtung – herausgekommen ist ein wirklich informativer Beitrag zum Thema mit namhaften Fachleuten. 13 Minuten, die sich lohnen.

Zum Beispiel dem Medizinphysiker Dr. Lebrecht von Klitzing, der schon seit Beginn der Debatte um den Mobilfunk in das Thema involviert ist. Er führte schon in den 90er Jahren Experimente zu Gesundheitsgefahren von Mobilfunkstrahlungen an der Universität Lübeck durch.

Obwohl  bisher immer noch behauptet wird, Elektrosensibilität könne wissenschaftlich nicht nachvollzogen werden, sei ein psychosomatisches Problem, kann er die körperlichen Reaktionen von Betroffenen messen, wie in dem Beitrag anschaulich dargestellt wird. Die Probandin weiß nicht, wann die Basisstation eines DECT-Telefons aktiviert wird und zeigt trotzdem deutliche Reaktionen: Spasmen der Muskulatur und Veränderungen im Herzrhythmus.

Die Sendung begleitet außerdem den Baubiologen und Ingenieur für Umweltmesstechnik Dr.Dietrich Moldan bei einer Messung. Die Wohnung der Familie hat Sichtverbindung zu einem Handymast (300 µW/m²). Gemessen werden auch die Belastungen innerhalb der Wohnung: WLAN ( direkt am Notebook 15.000 µW/m², am Router 2000 µW/m²), WLAN-Radio (1.500 µW/m²) und zwei Schnurlostelefone (je 5000 µW/m²). Den Vogel schießt allerdings das DECT-Babyfon mit 20.000 µW/m² ab. Es sendet rund um die Uhr in direkter Nähe der Kinder.

Zum Vergleich: Baubiologische Empfehlungen liegen bei 0,1 µW/m² nachts und 1-10 µW/m² tagsüber. Die folgende Tabelle gibt außerdem einen Überblick über Schäden, die bei obigen Werten bereits beobachtet wurden:

Strahlungswirkungen

Weiterhin demonstriert Dr.Moldan sehr anschaulich verschiedene Abschirmmöglichkeiten.

 

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