Elektrosmog und Gesundheit

Barbara Newerlas Blog zu den Themen Gesund wohnen – Gesund Leben – Gut schlafen

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Mobilfunkstrahlung verstärkt die Ausbreitung bestehender Tumore

19. März 2015 · Keine Kommentare

NeuronsDer Biologe und bekannte Mobilfunkbefürworter Prof. Dr. Alexander Lerchl und sein Team konnten nachweisen, dass durch krebserregende Substanzen verursachte Tumorraten deutlich erhöht sind, wenn die Tiere lebenslang Funkfeldern ausgesetzt wurden, wie sie zum Beispiel Mobiltelefone erzeugen. „Die vom Fraunhofer-Institut 2010 entdeckten Effekte auf Tumore der Leber und der Lunge wurden vollauf bestätigt“, sagt Lerchl, der die Untersuchung gemeinsam mit Kollegen der Jacobs University und der Universität Wuppertal durchgeführt hat. „Außerdem haben wir eine signifikant höhere Rate von Lymphomen festgestellt“, erläutert der Wissenschaftler die neuen Ergebnisse. Zudem seien einige der Effekte auch bei Feldstärken unterhalb der bestehenden Grenzwerte gefunden worden.

Unsere Studie zeigt, dass Mobilfunkfelder die Ausbreitung bereits vorhandener Tumore verstärken. Für die Annahme, dass sie Krebs verursachen können, gibt es hingegen bislang keine Hinweise“, meint Lerchl.

Besonders pikant: Dr. Lerchl ist ehemaliger Vorsitzender der Strahlenschutzkommission und vertrat bisher die Meinung, dass von der Mobilfunkstrahlung unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte, prinzipiell keine Gesundheitsgefahr ausgehen könnte.

Unter dem Druck der Fakten muss er das jetzt wohl revidieren. Ein wenig Gefühl der Genugtuung sei uns, die wir seit Jahren warnen und dafür oft angegriffen und verleumdet wurden, jetzt erlaubt…

Wachstum und Ausbreitung von Krebs wird durch Mobilfunkstrahlung eindeutig gefördert und es gibt sehr wohl mehr als genug Hinweise darauf, dass Krebs auch davon ausgelöst werden kann. Auch das werden diese mobilfunkindustriefreundlichen Wissenschaftler irgendwann eingestehen müssen. Im Moment wird aber noch immer auf Zeit gespielt – man gibt nur zu, was absolut nicht mehr zu leugnen ist.

Aus einer Stellungnahme von Prof. Adlkofer zu den Studienergebnissen von Prof. Lerchl:

Das Unerwartete geschieht immer

„Eine schmerzhafte Lektion für den notorischen Verleumder Alexander Lerchl und noch mehr für Industrie und Politik, die sich seiner „Expertise“ seit vielen Jahren bedienten JBS Haldane, groß als Mensch und groß als Wissenschaftler, hat die Erfahrungen seines Lebens in einem Satz zusammengefasst:„The unexpected always happens“. Wie recht er hat, hat soeben Professor Alexander Lerchl von der privaten Jacobs University in Bremen unter Beweis gestellt. Er, der als Mitglied der Strahlenschutzkommission (SSK) dem Strahlenschutz zum Hohn jahrelang die Interessen von Industrie und Politik vertreten und dabei Wissenschaftler wie Lennart Hardell und mich, deren Forschungsergebnisse mit den seinigen nicht in Einklang zu bringen waren, als Datenfälscher beschimpft hat, veröffentlicht plötzlich eine Arbeit, die alles, was er bisher behauptet hat, ad absurdum führt“…

…“Bleibt abzuwarten, ob Industrie und Politik endlich zur Kenntnis nehmen, dass ihr langjähriger Kronzeuge für die Unbedenklichkeit der Mobilfunkstrahlung diese Funktion wohl kaum noch in ihrem Sinne wahrnehmen kann. Deshalb sollte der von Lerchl zweifellos als Super-GAU empfundene Ausgang seines Forschungsvorhabens für die in der Politik für den Strahlenschutz der Bevölkerung Verantwortlichen endlich der Anlass sein, darüber nachzudenken, wie die Mobilfunktechnologie der menschlichen Natur angepasst werden kann. Der umgekehrte Weg, der bisher eingeschlagen wurde, dürfte nämlich für viele Menschen in die Katastrophe führen.“

Die Problematik betrifft allerdings nicht nur das Handy. Die stärksten Dauerstrahler zuhause sind meistens WLAN und Schnurlostelefon. Also: WLAN abschalten, strahlungsreduziertes Schnurlostelefon anschaffen und weniger mit dem Handy telefonieren! Viele praktische Tips zur Strahlenreduktion gibt es auch in unserem frisch überarbeiteten Ratgeber: Tips und Tricks im Umgang mit Handy, Schnurlostelefon, WLAN und Co.

Quellen:

http://www.diagnose-funk.org/themen/forschung/hoehere-tumorraten-durch-elektromagnetische-felder.php
http://stiftung-pandora.eu/downloads/adlkofer_-stellungnahme-zu-lerchl-09-03-2015.pdf

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Privat Router werden standardmäßig als öffentliches WLAN aktiviert

22. Februar 2015 · 2 Kommentare

Wireless routerEs geht los: Private Router sollen öffentliches WLAN zur Verfügung stellen. Kabel Deutschland verschickt derzeit Briefe an ihre Festnetzkunden, die ein geeignetes Modem besitzen, in denen man auf die neue Funktion hinweist. Widerspricht man dem nicht innerhalb von 6 Wochen, wird das öffentliche WLAN per Fernkonfiguration aktiviert.

Die Technik ist umstritten. Haftungsfragen sind immer noch nicht abschließend geklärt. Auf jeden Fall wird es zusätzliche Strahlenbelastung geben. Letztendlich ist es absolut unsinnig den Außenraum von innen zu versorgen. Wände schirmen ab und es braucht wesentlich höhere Intensitäten um eine gute Verbindung zu gewährleisten. Wer bisher schon WLAN nutzt kann ein Lied davon singen, wie leicht die Übertragung nach einigen Wänden zusammenbricht…

Im Gegensatz dazu geht die Stadt St.Gallen den sinnvollen Weg: WLAN Antennen für ein öffentliches Netz im Außenbereich, abgeschirmt gegen Häuser und Wohnungen um die Belastungen in Innenräumen gering zu halten. (http://www.diagnose-funk.org/assets/df_229_bp_stgallen_150114.pdf)

Widersprechen Sie also der Nutzung ihres Routers als öffentlichem Hotspot, sofern Sie von Kabel Deutschland angeschrieben wurden. Sie können auch die Freigabe unterbinden, indem sie in den Internet-Einstellungen des Kundencenters die Homespot-Aktivierung deaktivieren.

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Schutz vor Mobilfunkstrahlung – Frankreich unternimmt erste Schritte

15. Februar 2015 · 1 Kommentar

MobilfunkantennAm 29.1.2015 wurde in Frankreich ein Gesetz zum Schutz der Bürger vor Mobilfunkstrahlung verarbschiedet. Nach mehreren erfolglosen Anläufen stellt es einen Einstieg in eine längst dringend notwendige Vorsorgepolitik dar, wie sie seit Jahren vom Umweltausschuß des Europaparlaments gefordert wird.

Es sieht vor, dass:

  • jährlich einmal eine Liste aller Orte vorgelegt werden muss, bei denen die Strahlungswerte ein Mittelmaß übersteigen. Die Operatoren sind verpflichtet dieses Übermaß abzustellen, sofern das technisch möglich ist.
  • das Installieren von WiFi Antennen anmeldepflichtig ist. Die lokalen Behörden können diese Informationen an die Öffentlichkeit weitergeben, müssen aber nicht.
  • WLAN (WiFi) in Kinderkrippen verboten ist. In Grundschulen darf WLAN nur in Betrieb sein, wenn der Unterricht es erfordert.
  • innerhalb eines Jahres, die Regierung einen Bericht über die Situation der Elektrosensiblen vorlegen muss.

Der Gesetzentwurf strammt von der Grünenpolitikerin Laurence Abeille. Das verabschiedete Gesetz wurde unter dem Einfluss der Lobbyverbände der Mobilfunkbetreiber stark abgeschwächt und ist sicher ein Kompromiß  –  aber doch auch einfach ein erster wichtiger Schritt.

Die Belastung stieg in den letzten Jahren dramatisch und dieses Gesetz erkennt erstmalig die Notwendigkeit der Regulierung der Entwicklung des Mobilfunks und kabelloser Anwendungen allgemein an.

Damit ist längst nicht mehr fraglich, ob Funkstrahlung schädlich ist die Belastung reguliert werden müsste, sondern nur noch, wann sich die Vernunft auch in anderen Ländern gegen die Interessen der Industrie durchsetzen kann.

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Achtung WLAN!

27. Januar 2015 · Keine Kommentare

WLANIn den letzten Jahren hatte sich WLAN/WiFi vor allem als kabelloser Internetzugang etabliert. Router und Notebooks sind standardmäßig damit ausgerüstet. Aber auch stationäre PCs möchten in der Regel  inzwischen auf lästige Verkabelung verzichten.

Das Problem dabei schon seit Jahren: WLAN ist in der Regel in den Geräten ab Werk aktiviert und so kommen oft auch Menschen in den „Genuß“ der Strahlung, die WLAN gar nicht nutzen möchten und auch nicht brauchen: Wer nicht unbedingt technikaffin ist, weiß normalerweise gar nicht, dass es da etwas gibt, was er manuell deaktivieren muss.

Doch WLAN breitet sich immer weiter aus: Inzwischen ist es auch in Netzwerkfestplatten, Radios, Fernsehern und Lautsprechern aktiv. Möglicherweise, ohne dass man davon weiß.

Wenn Sie sich also in letzter Zeit  ein neues Gerät zugelegt haben und nicht rund um die Uhr der Strahlung ausgesetzt sein möchten, sollten sie daran denken, es auf WLAN zu überprüfen und den Sender gegebenenfalls deaktivieren.

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WDR Scanner – Interessante Sendung über Elektrosmog

11. Dezember 2014 · Keine Kommentare

Die WDR Sendung „Scanner“ berichtete am 26.6.2013 über Elektrosmog. Ausnahmsweise nicht, die in den Medien oft übliche Stimmungsmache in die eine odere andere Richtung – herausgekommen ist ein wirklich informativer Beitrag zum Thema mit namhaften Fachleuten. 13 Minuten, die sich lohnen.

Zum Beispiel dem Medizinphysiker Dr. Lebrecht von Klitzing, der schon seit Beginn der Debatte um den Mobilfunk in das Thema involviert ist. Er führte schon in den 90er Jahren Experimente zu Gesundheitsgefahren von Mobilfunkstrahlungen an der Universität Lübeck durch.

Obwohl  bisher immer noch behauptet wird, Elektrosensibilität könne wissenschaftlich nicht nachvollzogen werden, sei ein psychosomatisches Problem, kann er die körperlichen Reaktionen von Betroffenen messen, wie in dem Beitrag anschaulich dargestellt wird. Die Probandin weiß nicht, wann die Basisstation eines DECT-Telefons aktiviert wird und zeigt trotzdem deutliche Reaktionen: Spasmen der Muskulatur und Veränderungen im Herzrhythmus.

Die Sendung begleitet außerdem den Baubiologen und Ingenieur für Umweltmesstechnik Dr.Dietrich Moldan bei einer Messung. Die Wohnung der Familie hat Sichtverbindung zu einem Handymast (300 µW/m²). Gemessen werden auch die Belastungen innerhalb der Wohnung: WLAN ( direkt am Notebook 15.000 µW/m², am Router 2000 µW/m²), WLAN-Radio (1.500 µW/m²) und zwei Schnurlostelefone (je 5000 µW/m²). Den Vogel schießt allerdings das DECT-Babyfon mit 20.000 µW/m² ab. Es sendet rund um die Uhr in direkter Nähe der Kinder.

Zum Vergleich: Baubiologische Empfehlungen liegen bei 0,1 µW/m² nachts und 1-10 µW/m² tagsüber. Die folgende Tabelle gibt außerdem einen Überblick über Schäden, die bei obigen Werten bereits beobachtet wurden:

Strahlungswirkungen

Weiterhin demonstriert Dr.Moldan sehr anschaulich verschiedene Abschirmmöglichkeiten.

 

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WLAN an Schulen – Kein Projektstop in Hamburg

2. Dezember 2014 · Keine Kommentare

Die Nachricht, dass die geplante Einführung von WLAN an sechs Hamburger Schulen gestoppt werden sollte, machte Hoffenung. Hoffnung für die Eltern, die Zweifel über die gesundheitlichen Auswirkungen haben, Hoffnung für diejenigen Kinder, die bei Funkbelastung unter Konzentrationsstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen leiden.

Leider berichtete heise-online gestern, dass das Projekt doch starten soll.

BUND, Eltern und der Bürgerschaftsabgeordnete Walter Scheurl hatten mit Eingaben an die Bürgerschaft und Gutachten zum Nachdenken angeregt. In einem offenen Brief warnt auch der „Ärztearbeitskreis Digtiale Medien Stuttgart“ vor der Einführung von Tablets, Smartphones und WLAN als Unterrichtsmedien an Schulen.

„Die Korrelation des Anstiegs von Überforderung, Kopfschmerzen, ADHS und psychischen Erkrankungen mit der wachsenden Nutzung der digitalen Medien ist besorgniserregend“, sagt der Ulmer Psychiater und Gehirnforscher Prof. Manfred Spitzer. Nach dem Stand der Wissenschaft sei deren Gesundheitsschädlichkeit eindeutig, die Belastung könne neben Konzentrationsstörungen auch zu Spermienschädigungen bis hin zu DNA-Strangbrüchen und damit zu Krebs führen. Die Hersteller, ebenso wie das Bundesamt für Strahlenschutz, würden bereits vor einer körpernahen Nutzung der Geräte warnen und Mindestabstände fordern, so die Ärzte.
Neben den gesundheitlichen Aspekten kommt noch hinzu, dass WLAN auch aus Kapazitätsgründen für Schulen nicht geeignet ist.
Auf www.schulnetz.info findet man einen interessanten Artikle zu diesem Thema. Die Datenraten von WLAN reichen letztendlich für diese Art der Anwendung nicht aus. Auch diesbezüglich machen kabelgebundene Lösungen einfach mehr Sinn.

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Mobilfunkstrahlung – Ein Richter bezieht Stellung

17. Juni 2014 · Keine Kommentare

Bernd Irmfrid Budzinski, Richter am VG a. D.vertritt schon länger den Standpunkt, dass die gegenwärtige Mobilfunkpolitik gesetzeswidrig ist. Dass Sender in Häuser und Wohnungen hineinstrahlen war ursprünglich nicht geplant und verletzt im Grunde die Persönlichkeitsrechte. Siehe auch hier.

Nun haben Herr Budzinski und Professor PD Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter ((Med, Uni Wien) einen Bericht zur Thematik in der Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht 7/2014″ veröffentlicht.

„Vor zehn Jahren verneinte der BGH grundlegend Gefahren für die Gesundheit durch Mobilfunkwellen (2004).“

Moderne Forschungen zeigen aber eindeutig, dass die Einschätzung längst überholt ist. Behörden und Gericht bleiben aber immer noch untätig und verweisen beharrlich auf die geltenden Grenzwerte.

„Behörden und Gerichte setzen sich über den gegenwärtigen Stand der Forschung hinweg: Dieser spricht schon prima facie nicht gegen, sondern für schädigende Effekte durch Mobilfunkstrahlung. Und diese treten unstreitig (auch) unterhalb der Grenzwerte auf. Insbesondere in Schadensersatzprozessen ist nunmehr die Erhebung von Beweisen vor Gericht möglich und geboten. Anders als bei bloßen Gefahrenprognosen in Abwehrverfahren gegen Sendeanlagen sind heute vielfach rückblickend die eingetretenen Wirkungen und Schäden konkret nachzuvollziehen (Messdaten, Testergebnisse, Krankenberichte, Ärztliche Gutachten, Gesundheitsschäden, Kosten für Abschirmung oder Umzug, Wertminderung des Grundstücks). Gerichtlich verwertbares und für eine Klärung geeignetes Beweismaterial aus der neuesten Forschung liegt ausreichend vor.“ 

[ … ]

„Offizielle Auswertungen einer Vielzahl neuer Studien im Ausland – teilweise verbunden mit Warnungen der Strahlenschutz- und Gesundheitsbehörden – widerlegen inzwischen das vom BGH 2004 angenommene „Indiz“ für eine Harmlosigkeit der Funkstrahlung (§ 906 I 2 BGB).“

Die Autoren fordern:

„Behörden und Gerichte haben künftig von einer generellen Umwelt – und Gesundheitsschädlichkeit dieser nachgewiesenen biologischen Wirkungen von Mobilfunkstrahlung auszugehen – oder Beweise für das Gegenteil zu verlangen oder zu erheben.“

Mit freundlicher Erlaubnis durch den Verlag C.H.BECK oHG können Sie bei Diagnose-Funk e. V. den  Artikel „Mobilfunkschäden Ansichtssache?“ der Ausgabe NVwZ 2014 – 418 abrufen:

www.diagnose-funk.org/themen/mobilfunkversorgung/kritik-an-der-mobilfunk-rechtssprechung.php

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Mein Handy

11. Juni 2014 · 1 Kommentar

Tagebucheintrag vom Samstag, 19.05.2017:
Seit 5 Wochen irre ich ziellos durch die Straßen und ernähre mich von Essensresten aus dem Müll. Zum Glück gibt es noch überall diese Gratiszeitungen, damit ich mich in den kalten Nächten ein wenig zudecken kann, wenn ich unter einer Brücke schlafe.
Vor 5 Wochen habe ich also mein Handy verloren – eines der neuesten Generation, das alle Stückerl spielt. Ab und zu schleiche ich noch um mein Auto herum, das seit 5 Wochen auf dem Parkplatz steht. Ich komme nicht mehr hinein, und ich könnte es auch nicht starten – meinHandy diente mir nämlich als Wegfahrsperren-Entsperrung. Das hätte aber sowieso keinen Zweck, weil ich nicht weiß, wo ich wohne – ich habe mich immer auf die GPS-Funktion meines Handys verlassen. Und auch wenn ich noch nach Hause fände, könnte ich ohne mein Handy die Wohnungstür nicht öffnen.
Ich kann mir auch nichts kaufen, da man seit Jahren nur mehr mit Handy zahlt. Ab und zu finde ich ein paar alte Euro auf der Straße, aber immer weniger Geschäfte nehmen Bargeld an.
Ich wollte bei meinem Netzbetreiber anrufen, um ein neues zu bestellen – ich weiß aber die Nummer nicht, die war auf meinem alten Handy gespeichert. Genauso wie die Telefonnummern meiner Familie, meiner Freunde und Bekannten. Ich war auch bei der Polizei, aber ohne Handy kann ich meine Identität nicht nachweisen, nachdem vor einigen Jahren alle Ausweise durch das Handy ersetzt wurden.
Diesen Tagebucheintrag schreibe ich mit einem stumpfen Bleistift auf einen Fetzen Papier – beides aus dem Müll. Ich hoffe das kann irgend jemand noch lesen – meine Schrift ist nämlich fast unleserlich, schließlich habe ich seit Jahren nichts mehr geschrieben, das hat alles der Voice-Rekorder meines Handys übernommen.
Jetzt treffe ich mich mit einem Kumpel, den das gleiche Schicksal wie mich traf. Ich weiß gar nicht, wie er heißt – er weiß es ja selbst nicht mehr. Sein Name war auf seinem Handy gespeichert.
Quelle: Diagnose Funk – Von Sigi Resl, österreichischer Satiriker, http://www.enhazehn.at

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Freie Radikale und oxidativer Stress durch Mobilfunkstrahlung

15. April 2014 · 1 Kommentar

Eine Forschergruppe um Igor Yakymenko am Kiewer Institut für experimentelle Pathologie, Onkologie und Radiobiologie hat 80 Studien zu oxidativem Stress durch Mikrowellenstrahlung unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler sehen es als bewiesen an, dass Mobilfunkstrahlung zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch die Überproduktion von Freien Radikalen führt.

In der Fachzeitschrift „Oxidants and Antioxidants in Medical Science“ vom 29. März 2014 wird in dem Editorial „Mikrowellenstrahlung niedriger Intensität: ein neues Oxidationsmittel für lebende Zellen“ wird beschrieben, dass von 80 Studien 92,5 % ( = 76 Studien) eine Schädigung durch oxidativen Stress infolge von Mobilfunkstrahlung nachweisen. Die Effekte entstehen im nicht-thermischen Bereich, also bei Intensitäten weit unterhalb der Grenzwerte.

Diese Strahlung niedriger Intensität könne zu mutagenen Wirkungen durch deutliche oxidative Schädigung der DNA führen und ein breites Spektrum von Gesundheitsproblemen und Krankheiten verursachen, einschließlich Krebs.

Oxidativer Stress wird als eine Hauptursache von Erschöpfungen, Kopfschmerzen, entzündlichen Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt angesehen. Auch bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson, sowie Autoimmunerkrankungen wie MS besteht Verdacht eines Zusammenhangs mit oxidativem Stress und der zerstörerischen Wirkung von freien Radikalen auf lebende Zellen.
Unsere Grenzwerte beruhen immer noch auf physikalischen Berechnungen und der thermischen Wirkung von Strahlung. Das heißt es wird angenommen Schäden könnten nur durch eine Überhitzung des Gewebes entstehen. Nicht zum ersten Mal wird dies durch die Ergebnisse von Yakymenko et al. widerlegt – und wieder einmal wird dadurch klar, dass sie viel zum hoch sind und uns nicht schützen können.
Schützen Sie sich also selbst!
Mehr Informationen zur Vermeidung unnötiger Strahlung finden Sie zum Beispiel hier >>
Quelle: Diagnose Funk

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Audrey Dana – Ich weiß, dass Mobilfunk schädlich ist

4. April 2014 · 3 Kommentare

Vom Mut für die eigene Erfahrung von Elektrosensibilität gerade zu stehen.

Öffentlich zu bekennen, dass man Funkstrahlung von Handy, WLAN oder Schnurlostelefonen nicht verträgt kostet Mut – selbst im Bekanntenkreis und oft auch in der Familie. Des Deutschen Heiligstes ist längst nicht mehr sein Auto, sondern das Smartphone und die persönliche Freiheit besteht darin, jederzeit und überall online sein zu können. Hinweise auf die mögliche Schädlichkeit dieser „Freiheit“, gleicht heute einem Sakrileg und persönlichen Angriff.

Es ist, als würde man bekennen, dass man Stimmen hört oder Erscheinungen hat. Schnell wird den Menschen suspekt.

Da ist es völlig egal, wieviele Studien zum Thema man anführen kann. Keinen interessieren die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, von Lobby, Medienmainstream und der eigenen Gier nach immer neuen digitalen Spielereien getrieben.

Meistens mache ich es trotzdem, aber manchmal erfinde ich auch irgendwelche Ausreden, wenn ich nach 3-4 Stunden im WLAN- und DECT-Smog brüllende Kopfschmerzen habe oder mich fühle, als hätte ich 10 Tassen Kaffee getrunken. Wenn ich im superteuren Hotelzimmer nächtelang wachliege und mich am nächsten Morgen kaum auf den Beinen halten kann. Auch ich habe nicht immer die Kraft zu diskutieren, zu erklären und mich zu rechtfertigen.

Oft bin ich traurig, manchmal wütend, ob der geballten Ignoranz, der ich so oft begegne. Je nach Tagesform. Dann versuche ich mich in die hineinzuversetzen, die es eben nicht spüren. Ich weiß, dass es schwer ist, etwas als real zu aktzeptieren, was man selbst nicht wahrnehmen kann.

Trotzdem würde ich mir mehr Verständnis wünschen – und das die Menschen zumindest bereit wären, sich unvoreingenommen mit den Fakten auseinanderzusetzen. Denn diese Fakten gibt es, ganz unabhängig davon, ob man wie ich, die Strahlung spürt, oder nicht. Denn es ist ja nicht so, dass die Auswirkungen der Funkstrahlung reine Ausgeburten meiner Phantasie wären. Studien konnten vielfältige Wirkungen auf das Nervensystem, das Gehirn, das Immunsystem und die DNA zeigen und diese Auswirkungen sind unabhängig davon, ob man die Strahlung wahrnimmt.

Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als Pollen- und Nahrungmittelallergiker ein ähnliches Problem der Stigmatisierung hatten , wie Funksensible heute. Damals galten diese oft als „Psychos“, heute ist das Krankheitsbild bekannt und weit verbreitet. Vielleicht haben wir mit der Funksensibilität in einigen Jahren ein ähnliches Phänomen.

Denn wir werden mehr. Nach über 10 Jahren Mobilfunkausbau und gut 5 Jahren explosionsartiger Verbreitung von WLAN steigt die Zahl der Betroffenen und Interessierten, was sich zum Beispiel am Umsatz meiner Bücher deutlich zeigt. Aus den obengenannten Gründen trauen sich aber viele nicht darüber zu sprechen.

audreyAudrey Dana, eine französische Schauspielerin, traute sich vor geschätzt 2 Millionen Zuschauern. Also trauen Sie sich doch auch, nur dann wird sich in der öffentlichen Meinung etwas ändern:

„Nein, für mich ist das eben ein Riesenwitz;es ist doch offensichtlich gefährlich. Wie soll ich sagen… sie sind schädlich, diese Funkwellen; ich erlaube mir das zu sagen, und man wird mich vielleicht für verrückt halten – ich pfeife darauf. Aber… während des ersten Drittels meiner zweiten Schwangerschaft, das war vor vier oder fünf Jahren, damals gab es schon überall viele, viele Mobiltelefone; man weiß, dass die Frauen, wenn sie im ersten Drittel sind, im Allgemeinen keinen Kaffee mehrvertragen, keinen Alkohol mehr vertragen…. sie können nicht ausstehen, was schädlich ist.

Ich ertrug das Mobiltelefon nicht mehr, ich ertrug das Internet nicht mehr; ich konnte kein Handy mehr in meiner Nähe haben – wirklich! Es machte mich k r a n k! Ich bin also elektrohypersensibel geworden, derart stark, im ersten Drittel…. Das ging dann vorüber; ich behielt eine ganz leichte Sensibilität. Aber heute weiß ich, dass da etwas dran ist; ich

weiß, dass es schädlich ist, weil…. weil…. eben, das Baby da drin sagte mir: Geh auf Abstand!

Also wenn ich höre, wie uns die Studien sagen, dass…. – und ich höre dahinter: Kauft, kauft, macht weiter so mit konsumieren,– dann glaube ich das keinen Augenblick.“

Mehr dazu hier:http://www.buergerwelle.de/assets/files/Audrey-Dana.pdf

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