Elektrosmog und Gesundheit

Barbara Newerlas Blog zu den Themen Gesund wohnen – Gesund Leben – Gut schlafen

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Umgang der Mobilfunkindustrie mit kritischen Wissenschaftlern

Dezember 4th, 2013 · Keine Kommentare

Das Ende des Jahres naht und in der stillen, dunklen Zeit des Jahres macht sich der ein oder andere vielleicht doch Gedanken darum, was wirklich wichtig ist im Leben. Ein wirklich wichtiges Gut ist Gesundheit und natürlich auch die Gesundheit unserer Kinder und der nachfolgenden Generationen. Ein weiteres wichtiges Gut, das leider ebenfalls immer seltener wird ist unabhängige Forschung. Außer für die Rettung der Banken hat der Staat kein Geld mehr übrig. In diese Lücke springen große Unternehmen und Konzerne. Zunehmend sind sie es, die Forschung an den Universitäten finanzieren. Interessenskonflikte sind dabei vorprogrammiert. Siehe zum Beispiel meinen Artikel „DNA bricht je nach Sponsor“. Unabhängige Forscher haben zunehmend Schwierigkeiten ihre Studien zu finanzieren.

Anlässlich den neuesten Studienergebnissen von Professor Hardell an der Universität von Örebro möchte ich deshalb folgenden Aufruf von Diagnose Funk und der Stiftung Pandora für unabhängige Forschung gerne weiterverbreiten und unterstützen. Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache, wie wichtig diese Forschung ist!

Zitat http://www.stiftung-pandora.eu/:

„Die Forschungsergebnisse der Arbeitsgruppe von Professor Lennart Hardell sind mit der Vorstellung der Mobilfunkindustrie, dass die Hochfrequenzstrahlung in all ihren Formen für die menschliche Gesundheit unschädlich ist, nicht in Einklang zu bringen. Alle Versuche, Hardell als Fälscher und Betrüger darzustellen, haben ihr Ziel bisher verfehlt (Beitrag von Mona Nilsson >>> [137 KB] ). Wie es um Hardells Reputation als Wissenschaftler bestellt ist, zeigt sich darin, dass seine Arbeiten 2011 die IARC veranlasst haben, die Hochfrequenzstrahlung als „möglicherweise kanzerogen für den Menschen“ einzustufen. Und 2012 begründete das höchste italienische Gericht damit seine letztinstanzliche Entscheidung, einem Langzeitnutzer des Mobiltelefons eine Entschädigung wegen seines dadurch verursachten gutartigen Hirntumors zuzusprechen.

Seit Jahrzehnten ist es Tradition, dass Wissenschaftlern, die nicht bereit sind, ihre Forschungsergebnisse den Bedürfnissen der Industrie unterzuordnen, jegliche institutionelle Förderung verweigert wird. Die Forschungsmittel gehen fast ausschließlich an von der Mobilfunkindustrie ernannte „Experten“, die mit ihrer „richtigen“ Meinung der Politik den Weg zum Strahlenschutz der Bevölkerung weisen. Damit wird der wissenschaftliche Fortschritt auf unbestimmte Zeit behindert. Maßlos überhöhte Grenzwerte, die der technischen Nutzung der Strahlung keine Grenzen setzen, sind die Folgen. Das gesundheitliche Risiko für die Bevölkerung wird billigend in Kauf genommen.

Nach den neuen alarmierenden Forschungsergebnissen der Arbeitsgruppe von Lennart Hardell kann gegenwärtig zwar als weitgehend gesichert gelten, dass die Mobilfunkstrahlung der GSM-Generation ein Risiko für die Gesundheit der Menschen darstellt (Zusammenfassung der Ergebnisse >>> [127 KB] ). Wie es sich jedoch mit der Strahlung der späteren Mobilfunkgenerationen UMTS und LTE verhält, die beide ebenfalls ohne vorausgegangene Verträglichkeitsprüfung eingeführt wurden, liegt nach wie vor im Dunkel. Ob diese Techniken mit einem höheren gesundheitlichen Risiko einhergehen, wofür es durchaus Hinweise gibt, ist insbesondere für unsere Kinder und Jugendlichen von großer Bedeutung. Sie sind es, die die bei der Krebsentstehung übliche Latenzzeit, wie lang sie auch sein mag, erreichen. Zur Klärung dieser für die weitere Entwicklung des Mobilfunks so wichtigen Frage kann Hardells Arbeitsgruppe aufgrund ihrer umfassenden Vorarbeiten entscheidend beitragen.

Die Publikation der jüngsten Forschungsergebnisse von Hardell und Kollegen wird sicher heftige Abwehrreaktionen von Seiten der Nutznießer des Status quo auslösen. Um diese Forschung trotzdem fortzusetzen zu können, bedarf es deshalb der Unterstützung der unabhängigen Wissenschaft durch Menschen, die sich von Politik und Industrie nicht länger hinters Licht führen lassen wollen. An sie wenden wir uns mit diesem neuen Spendenaufruf:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit ihrer Spende, die von der Stiftung Pandora ohne jeglichen Abzug an die Universität Örebro in Schweden weitergeleitet wird, können Sie zur Aufklärung der Öffentlichkeit über die wahren Risiken der Mobilfunkstrahlung beitragen. Diese Risiken, vor allem auch die der jeweils neuen Mobilfunkgenerationen, werden von Industrie und Politik aus kommerziellen Gründen und entgegen dem Stand des Wissens immer noch stark verharmlost. Unser Ziel ist keineswegs die Abschaffung des Mobilfunks, sondern die Anpassung der Technik an den menschlichen Organismus. Dazu brauchen wir unabhängige Forschung. Mit ihren Ergebnissen können wir dafür sorgen, dass dem Schutz der Bevölkerung endlich Vorrang vor ökonomischen Interessen eingeräumt wird!“

Spendenkonto >>>

Tags: Allgemein

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