Elektrosmog und Gesundheit

Barbara Newerlas Blog zu den Themen Gesund wohnen – Gesund Leben – Gut schlafen

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80% aller Menschen können besorgniserregende Meldungen gar nicht verarbeiten

März 19th, 2013 · 2 Kommentare

Wie oft habe ich mich über die Reaktionen meiner Mitmenschen gewundert – nicht nur aber auch beim Thema Funkstrahlung. Eine Studie erklärt warum Menschen auf harte Fakten oft gar nicht oder sehr seltsam reagieren.

Kaum zu glauben, aber wahr: Bei der Mehrheit der Menschen schalten sich bestimmte wichtige Gehirnteile einfach ab, wenn sie mit der Wahrheit konfrontiert werden. Sie brauchen sich also nicht zu wudern, wenn Sie ihre Mitmenschen auf etwas Besorgniserregendes hinweisen, wenn diese es einfach ignorieren oder Sie sogar beschimpfen – und sich dann wieder angenehmeren Dingen zuwenden.

Wissenschaftler haben dieses Phänomen, das siche die meisten von uns kennen, kürzlich erforscht:

Die Mehrheit der Bevölkerung lebt laut jüngster Erkenntnisse der Gehirnforschung in einer Fantasiewelt, die auch als „unrealistischer Optimismus“ bezeichnet wird. Kurzum: Der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) wird einfach heruntergefahren, wenn Meldungen herein flattern, die sich nicht mit ihrer Wohlfühlwelt vereinbaren lassen.“

Die Untersuchungen der Forscher in London zeigen, dass wir Informationen nach den Inhalten filtern, die wir gerne hören möchten. Dies ist zwar bis zu einem gewissen Grad notwendig für die geistige Gesundheit eines Menschen, bringt aber auch Nachteile mit sich: Einige Experten sind zum Beispiel der Meinung, dass die Finanzkrise des Jahres 2008 durch dieses Phänomen mit ausgelöst wurde.

Und nicht nur die Finanzkrise, auch der Umgang mit vielen anderen Gefahren von Asbest bis Contergan, bei denen man sich im Nachhinein fragt, wie es dazu kommen konnte, dass erst so spät reagiert wurde, lassen sich wohl auch auf dieses Phänomen zurückführen.

Im Hinblick auf die Strahlung von WLAN, DECT, Handy, etc. begegnet es uns oft, dass selbst wenn Menschen ganz offensichtlich Beschwerden haben, die darauf zurückzuführen sind und selbst wenn man es ihnen mit Studien belegen kann, sie trotzdem es nicht einmal ansatzweise versuchen möchten es als Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Es gilt also achtsam zu sein und jedem von uns passiert das wahrscheinlich bezüglich unterschiedlicher Themen. Bis zu einem gewissen Grad, kann man auch durchaus lernen diesen Mechanismus bewusst wahrzunehmen und zu kontrollieren – und damit mehr in der Welt der Fakten als des eigenen Wunschdenkens zu leben.

http://www.haefnerwelt.de/blog/gehirnforschung-80-der-menschen-konnen-besorgniserregende-meldungen-uberhaupt-nicht-verarbeiten/

 

Tags: Studien

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