Elektrosmog und Gesundheit

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dLAN eine Alternative zu WLAN?

Januar 16th, 2013 · 19 Kommentare

Ist dLan, auch genannt Powerline oder Stromleitungsnetzwerk eine empfehlenswerte Alternative zu WLAN?

Ja und Nein. Leider hat auch dLAN seine Tücken.

WLAN macht Internet überall und jederzeit kabellos verfügbar. Surfen auf der Couch im Wohnzimmer auch ohne lästige Netzwerkkabel oder Filme direkt aus dem Netz auf das Fernsehgerät. Aber leider funktioniert das nur mit gepulster hochfrequenter Strahlung. Der Sender dafür befindet sich meist im Router, beziehungsweise im PC oder Notebook. Beide Sender strahlen, wenn WLAN aktiviert ist. Kürzlich haben wir dabei, in einem Abstand von ca. 1 m,  6000 µW/m² an unserem Router gemessen. Am Sender im Notebook ist man meist noch näher dran und damit sind die Werte in der Regel noch um ein Vielfaches höher (bis 30.000 µW/m² im Abstand von 50 cm).

Ab 1000 µW/m² wurden Hinstromveränderungen im EEG nachgewiesen (v. Klitzing, 1999), Störungen des Immunsystems (Bruvere, 1998) und Spermienschädigungen bei Mäusen (Otitoluju, 2009). Ab 1600 µW/m² kam es zu Unfruchtbarkeit bei Mäusen nach 5 Generationen (Magra/Xenos, 1997), sowie Motorik-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern (Kolodynski ,1996). Ab 10.000 µW/m² kommt es zu DNA-Schäden (Phillips1998, Lai 2005) und damit steigt auch das Risiko an Krebs zu erkranken.

Viele Menschen glauben, WLAN sei im Vergleich zur Handystrahlung harmlos, da man bei einem Handytelefonat sehr viel stärkeren Intensitäten ausgesetzt ist. Was die meisten jedoch nicht bedenken ist, der Faktor Zeit. Die Höhe der Strahlung wirkt immer zusammen mit der Zeit während der man der Strahlung ausgesetzt ist und beim überwiegenden Teil der Nutzer strahlt WLAN rund um die Uhr.

dLAN

Bei dLAN oder Powerline wird das hochfrequente Signal über die hauseigenen Stromleitungen übertragen. Diese geben einen Teil der Strahlung wieder in den umgebenden Raum ab. Wieviel genau, hängt vor allem vom Wandaufbau ab. In 30 cm Abstand kann man aber von einer Stärke von 0,1-0,2 V/m ausgehen, das entspricht etwa 2,6 – 5,2 µW/m². Das ist baubiologisch immer noch eine schwache Anomalie. Vergleicht man die Werte mit denen des WLAN, ist das natürlich trotzdem wesentlich weniger. Dafür hat man diese Strahlung dann überall im Bereich des eigenen Stromnetzes bis zum Zähler, also in allen Räumen, mit der selben Intensität. Die Stärke der Stahlung des WLAN-Senders nimmt dagegen mit der Entfernung und 1-2 festen Wänden dazwischen stark ab.

Damit ist auch dLAN keine wirklich saubere Lösung. Wir empfehlen also, nach wie vor, möglichst kabelgebundene Lösungen zu verwenden. Sollte das nicht möglich sein, ist dLAN aber in den meisten Fällen WLAN vorzuziehen, da die Strahlenbelastung in der Regel wesentlich geringer ist. Auch dLAN sollte allerdings nur aktiv sein, wenn man es wirklich braucht. Eine schaltbare Steckdose spart dann das Aus- und Einstecken des Adapters.

 

Tags: WLAN

19 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Xer Afga // Jan 29, 2013 at 12:44

    Da kann jemand aber toll übertreiben.
    Tipp: In Wikipedia ist alles genau erklärt!

  • 2 admin // Jan 29, 2013 at 13:38

    Etwas unbefriedigend der Kommentar: Wer übertreibt wobei und wo, und was ist wohl auf Wikipedia genau erklärt? So kann man leider kaum Stellung nehmen…

  • 3 Funkstörung | Grob. Gröber. Gröbchen. // Mai 19, 2013 at 12:33

    […] diese Meinung ungefiltert an die Experten von Devolo weitergereicht. Die replizierten, dass die Strahlung von Inhouse-Powerline-Netzen unter jener von Mobiltelefonen oder WiFi-Routern liegt und alle […]

  • 4 Radio LoungeFM // Mai 19, 2013 at 12:53

    […] diese Meinung ungefiltert an die Experten von Devolo weitergereicht. Die replizierten, dass die Strahlung von Inhouse-Powerline-Netzen unter jener von Mobiltelefonen oder WiFi-Routern liegt und alle […]

  • 5 Claas // Jul 18, 2013 at 11:12

    Vielen Dank für die einzelnen Werte.

    Es gibt moderne DLAN Adapter von dem deutschen Hersteller Devolo, bei dem sich die Geräte bei Nichtbenutzung automatisch abstellen und so zum einen enorm viel Strom sparen und zum anderen die Strahlung minimieren. Die anderen Hersteller haben solche Funktionen noch nicht wirklich sinnvoll umsetzen können.

    Beste Grüße

  • 6 admin // Aug 6, 2013 at 09:43

    Wäre schön, wenn es so wäre. Ich kann es leider nicht beurteilen, da ich es nicht gemessen habe. Unsere Geräte sind leider für diesen Frequenzbereich nicht ausgelegt. Da müsste mal jemand mit einem Spektrumanalyser ran…Devolo hat mir leider auf meine Anfrage diesbezüglich nicht geantwortet.

  • 7 Marcus // Mrz 2, 2014 at 13:50

    Bei Devolo nachzufragen ist, als würde man den Wolf fragen, wie man die Schafe am besten schützt…. dLAN, PowerLan, PLC oder wie der ganze Elektroschrott auch immer genannt wird, ist ganz klar eine „strahlende“ Sache, noch in mehreren Hundert Metern zu empfangen. Der Benutzer lebt IN der Antenne. Was ist bitte schön so schwer daran, ein normales Netzwerkkabel zu verlegen? Sicher, strahlungsfrei, problemlos. Mehr dazu: http://natur-jetzt.de/schadstoffe-im-alltag/versteckter-elektrosmog

  • 8 Sebastian // Apr 17, 2014 at 14:30

    Durch die Leitung des Signals über die Steckdose (Dlan) ist die Gefahr der Strahlung um ein Vielfaches geringer, als die direkte Strahlung über Wlan. Von daher würde ich auf alle Fälle die Powerlan Adapter bevorzugen.

  • 9 Babels // Dez 26, 2014 at 14:55

    Was bringt mir das ganze Abschalten, wenn ich umgeben bin von 5 nachbarschaftlichen W-Lan Routern? Oben, unten, seitlich… überall strahlt es wie Fukushima

  • 10 admin // Jan 11, 2015 at 16:58

    Ja, das ist ein großes Problem! Aber wenn man wenigstens in der eigenen Wohnung keinen Strahler hat, ist doch ein bisschen weniger schlecht…

  • 11 Bernd K. // Dez 11, 2015 at 10:37

    Mein Nachbar benutzte über Jahre einen D Lan Adapter.ich hatte in dieser Zeit immer Kopfschmerzen und erhebliche Verspannungen des Nackens sowie bei Dunkelheit Gleichgewichtsstörungen.Zuordnen konnte ich dies nicht.Jetzt ist er ausgezogen und schlagartig sind meine Verspannungen und die Gleichgewichtsstörungen weg!!!Zu 100% hing dies mit dem D Lan Adapter zusammen.

  • 12 Greg // Jan 8, 2016 at 17:32

    Avm bietet inzwischen doch schon programmierbare Steckdosen an. So kann man Nachts zumindest, wenn der Adapter keine verwendung findet ihn automatisch abschalten lassen.
    Mfg

  • 13 Anton Harro // Jan 20, 2016 at 16:16

    Wir sind komplett umgeben von Strahlung, wenn es danach geht sollte man auch alle Handys ausschalten.
    Nur gut das man die Wellen die in der Gegend rumfliegen nicht sehen kann. Wer meint das er Schlafprobleme wegen einem Powerline Adapter hat, der kann ja eine Schaltbare Steckdose für Nachts dazwischen hängen.

  • 14 Barbara Newerla // Feb 12, 2016 at 12:09

    Ja, das wäre schon mal eine gute Idee. Aber besser erst gar keins verwenden.

  • 15 TC // Jun 17, 2016 at 14:23

    @Marcus: Nicht jeder kann oder darf ein LAN Kabel verlegen… Mietwohnung, Denkmalschutz etc

  • 16 Dirk P. // Apr 21, 2017 at 11:14

    Sie schreiben, dass dLAN in den meisten Fällen WLAN vorzuziehen ist. Das würde ich nicht so darstellen. Da ein dLAN mit einer sehr hohe Bandbreite (ca. 3000 kHz) arbeitet ist die Belastung durch Strahlung um einiges höher als beim WLAN.
    Da die Stromleitungen des Hauses um ein Vielfaches länger sind als die Wellenlänge der Arbeitsfrequenz, wird das Leitungsnetz zur Antennte. Es strahlt im gesamten Haus; und das 24 Stunden am Tag – die Nachbarschaft hat auch noch etwas davon. Selbst in mehreren Hundet Meter Entfernung sind 30 bis 40 Mikrovolt zu messen. Ein WLAN arbeitet in einem anderen Frequenzbereich (2,4 gHz/5 gHz) und ist viel schmalbandiger; eine geringere Belastung.

  • 17 MP // Jul 3, 2017 at 08:45

    Wie bekomme ich denn mein Smartphone an das dLAN aus der Steckdose? Gibt ja gar keinen Netzwerkstecker am Phone? Wie löst ihr das?

  • 18 MP // Jul 3, 2017 at 08:48

    …und wie bekomme ich meine Alexa von Amazon online? Ohne WLAN geht das gar nicht. Also heißt das doch technisch up-to-date mit strahlung, oder ohne strahlung, dafür aber keinen technik-spaß mehr?

  • 19 Sonu // Sep 26, 2017 at 21:56

    es gibt Lan-Adapter mit kl. USB-Stecker, für Handys, ca.15,-

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