Elektrosmog und Gesundheit

Barbara Newerlas Blog zu den Themen Gesund wohnen – Gesund Leben – Gut schlafen

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Erste strahlenarme Zone in Österreich am Millstätter See

Dezember 18th, 2012 · 12 Kommentare

Ich kann es kaum glauben – erste Zeichen kollektiver Vernunft am Horizont:

In den letzten Jahren sind die Strahlenpegel überall extrem gestiegen. Sensible Personen finden kaum noch Nischen. Im Urlaub und auf Reisen wird es ganz schwierig, denn in allen Hotels und Pensionen strahlt in der Regel WLAN und/oder DECT, selbst auf dem Campingplatz. Auch Bio-Unterkünfte oder Feng Shui Hotels werben mit überall verfügbarem WLAN. Welch ein Wahnsinn! Auch in der Natur kann man sich oftmals nicht mehr wirklich erholen – an den schönsten Aussichtspunkten in der Natur stehen inzwischen Mobilfunkmasten. In besiedelten Regionen kommt man meist schon auf einen  Grundpegel von 3-5 µW/m², in Städten ist zum Teil noch wesentlich mehr. Und wenn wir immer mehr Daten mobil und drahtlos übermitteln wollen, wird das weiter steigen. Ich hoffe sehr, dass das Modell  am Millstätter See Schule macht und es bald mehr strahlenarme Zonen gibt!

Die Idee einer strahlungsarmen Zone entstand, als in der Gemeinde Obermillstatt am Millstätter See im Süden Österreichs ein neuer Handymast im Wohn- und Erholungsgebiet aufgestellt werden sollte. Eine Bürgerinitiative konnte dies verhindern, aber man dachte weiter. Auf ihrer Webseite, http://www.strahlenarmezone.at, schreibt die Initiative zu ihrem Konzept:

Das nächste große Ziel war es, unsere Region langfristig vor der Realisierung von Handymasten, sowie sonstigen geplanten elektromagnetischen Strahlungsquellen zu bewahren. An diesem Punkt kommt die Idee der strahlenarmen Zone auf: In Österreich und Deutschland wurden Forderungen nach solchen Zonen laut und auch auf europäischer Ebene wurden bereits Empfehlungen formuliert, strahlenfreie bzw. strahlenreduzierte Zonen einzuführen.

Realisierungsprozess mit mehrheitlichem Zuspruch

In Obermillstatt besteht trotz funktionierendem Handy- und Internetempfang eine sehr niedrige Strahlenintensität. Die diesbezüglichen Messungen wurden von einem renommierten Baubiologen und Umweltmesstechniker durchgeführt und die Ergebnisse dokumentiert. Das Konzept einer strahlenarmen Zone sieht vor, auf Basis einer breiten Zustimmung unter der Bevölkerung, diesen Status Quo beizubehalten! Dies bedeutet, dass die derzeitige Mobilfunkqualität erhalten bleibt und auf den Bau von neuen Handymasten verzichtet wird. Diesen Schritt ermöglichten die im Rahmen einer zweiten Befragung erlangten Ergebnisse, wonach die überwiegende Mehrheit der volljährigen Obermillstätter/-innen bestätigte, dass ein Ausbau des Mobilfunknetzes in Obermillstatt nicht benötigt wird.

Technischer Fortschritt im Einklang mit Mensch und Natur

Die Vorteile einer Umsetzung des Projektes sind, dass der Ort als strahlenreduzierte Zone in mehrfacher Weise eine Nische besetzt: Zum einen wird für die Bevölkerung eine Region geschaffen, in der Gesundheit und Erholung von überragender Bedeutung sind. Zum anderen kann sich die Gemeinde zu einem europaweit einzigartigen Tourismusstandort für gesundheitsbewusste Gäste entwickeln. Ganz allgemein für Menschen, Tiere und Pflanzen empfiehlt es sich ebenfalls, derartige Maßnahmen zur Gesundheitsförderung einzuführen.
Technischer Fortschritt und eine strahlenarme Zone schließen einander nicht aus. Wir setzen generell auf einen bewussten und sensiblen Umgang mit neuen Technologien und somit auf einen technischen Fortschritt im Einklang mit Mensch und Natur.

Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Mehr davon!

Hier ist die sehr schöne Webseite der Initiative: http://www.strahlenarmezone.at

Tags: Funkstrahlung allgemein · Handy

12 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Franz Streitberger // Sep 16, 2013 at 07:11

    Sehr geehrte Damen und Herren !
    Als sehr elektrosensibler Mensch suche ich
    Kontakt zu elektrosensiblen Menschen zum
    gegenseitigen Gedankenaustausch.Außerdem
    suche ich dringend eine gepflegte,schöne,günstige räumlich gut aufgeteilte günstige 2 Zimmer
    Mietwohnung mit Balkon und Autoabstellplatz
    (50 bis 60 m2),oder kleine,gepflegte,winterfeste
    BLockhütte langfristig günstig zu mieten !

  • 2 admin // Sep 16, 2013 at 14:56

    Hallo Herr Streitberger,
    auf Wohnungssuche sind wir leider gerade auch, da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen, aber ich habe Ihnen ein paar Adressen herausgesucht, die vielleicht hilfreich sein könnten für den Erfahrungsaustausch:
    http://www.risiko-elektrosmog.de/Organisationen/Selbsthilfegruppen/Selbsthilfegruppen.htm
    http://www.elektrosensibel-muenchen.de
    Alles Gute!

  • 3 Franz Streitberger // Sep 17, 2013 at 17:57

    Sehr geehrte Familie Newerla !
    Herzlichen Dank für Ihre Informationen !
    Alles Liebe und Gute !
    Franz Streitberger

  • 4 Franz Streitberger // Sep 17, 2013 at 18:13

    Sehr geehrte Familie Newerla !
    Da sich alle Selbsthilfegruppen von elektrosensiblen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland befinden und ich in Oberösterreich wohnhaft vin,ersuche ich Sie um Informationen ob es in Österreich auch derartige Selbsthilfegruppen gibt,denn mein
    Leidensweg den ich durch die extrem hohe
    Strahlenbelastung bereits seit ungefähr 3
    Jahren ist mittlerweile unerträglich
    für mich geworden !
    Im Voraus besten Dank für Ihre Bemühung !
    Schönen Abend !
    Freundliche Grüsse aus Pettenbach im Almtal.
    Franz Streitberger

  • 5 admin // Sep 23, 2013 at 15:27

    Hallo Herr Streitberger,
    leider habe ich in Österreich nichts finden können. Aber wenden Sie sich doch an die Initiative in München, vielleicht können die Ihnen eine Adresse in Österreich vermitteln. Alles Gute!

  • 6 Manuela // Okt 7, 2013 at 12:47

    Hallo Hr. Streitberger,
    haben Sie schon von dem Zusammenhang zwischen Amalgam und Elektrosensibilität gehört? Da besteht ein Zusammenhang, man muss als Elektrosensibler als 2. schritt (der 1. ist die baubiologische Untersuchung der Wohnung) seine Sähne von Metall u. Amalgam befreien (unter Schutzmaßnahmen!) danach eine Entgiftung durchführen. EHS u. Amalgam verstärken sich gegenseitig. Dazu kommen dann noch Wohngifte u. Nahrungsmittelallergien. Haben Sie dies alles schon abgeklärt ? Alles Gute für Sie u. liebe Grüße aus München von einer Leidensgenossin ! ich bin auch gerade dabei…

  • 7 Manuela // Okt 7, 2013 at 12:49

    @ admin

    es soll natürlich Z (!) ähne heissen, nicht Sähne
    🙂

  • 8 Franz Streitberger // Okt 8, 2013 at 21:06

    Hallo liebe Manuela !
    Herzlichen Dank für Ihr Informationsschreiben.Nein von einem
    Zusammenhang zwischen Amalgam und
    Elektrosensibilität habe ich noch nichts
    gehört,aber Amalgam habe ich schon lange
    keines mehr drinnen,dafür hat mir aber der
    damalige Zahnarzt mein Amalgam ohne
    entsprechende Schutzmaßnahmen entfernt.
    Ich bin seit ungefähr zweieinhalb Jahren
    durch diese verstrahlte Wohnsituation in
    eine gesundheitliche und dadurch auch
    bedingte finanzielle prekäre Lebenssituation
    gekommen. Ich verspüre in dieser hoch
    verstrahlten Wohnung extremes brennendes,
    juckendes kribbeln am ganzen Körper,
    Bauchkrämpfe,brennende,rinnende Augen,
    imperativer Harndrang,generelle Verstopfung,
    trotz genügender,täglicher Flüssigkeitszufuhr,
    keine Durchschlafphase.Ich habe eine unendliche Odysee von Arztbesuchen,
    Krankenhausaufenthalten, und Alternativ-
    methoden hinter mir,was mich bisher außer
    unendlich viel Geld nicht im geringsten etwas
    gebracht haben.Ich würde Sie gerne Persönlich
    kennenlernen und mich mit Ihnen als
    Leidgenossin austauschen.Ich leide auch
    an Pollenallergie,Hausstaubmilbenallergie,
    Histasminintoleranz,Laktoseintoleranz,
    Fruktoseintoleranz,etc. .Ich bin nun seit ca.
    15 Monaten verzweifelt auf Wohnungssuche,
    aber ich habe bis jetzt für mich noch keine
    passende Wohnung die auch leistbar
    ist gefunden. Da ich bereits sehr viel Geld
    für die Wiedererlangung meiner Gesundheit
    ausgegeben habe,ohne dabei eine wirkliche
    spürbare Verbesserung meiner Gesundheitlchen
    prekären Lebenssituation zu verspüren,fehlt
    mir jetzt das nötige Geld um eine für mich
    Strahlenfreie Wohnung zu finden.Villeicht
    sind meine Allergien und Intoleranzen auch
    mit meiner Elektrosensibilität in Verbindung
    zu bringen.Ich würde mich freuen wieder von
    Ihnen zu hören und wünsche Ihnen noch eine
    gute Nacht.
    Lieben Gruß
    Franz Streitberger.

  • 9 admin // Okt 9, 2013 at 19:54

    Das ging irgendwie an die E-mail Adresse und nicht als Kommentar. Admin stellt das nun als Antwort von Manuela hier ein. Danke Manuela für den ausführlichen Kommentar!

    Hallo Hr. Streitberger!
    Ich kenne Ihre Situation aus eigener Erfahrung. Willkommen im Club, würde ich sarkastisch sagen . Zuerst einmal – Sie sind nicht alleine!! Es gibt Millionen Elektrosensibler, in Deutschland wie in Österreich. 20 % der Bevölkerung wurde geschätzt u. laut Umfrage in Salzburg bereits 2002 bestätigt. Dr. Gerd Oberfeld, Landessanitätsdirektion Salzburg, schätzt dass es 2017 bereits 50 % der Bevölkerung sein werden…
    Ich tausche mich gerne mit Ihnen aus über private Mail, kann Ihnen auch Selbsthilfegruppen in Österreich nennen, mit Adresse, Tel., Internet und Mailadressen.

    Zuallererst müssen Sie weg aus dieser Wohnung, koste es was es wolle, letztlich kostet es sonst Ihre Gesundheit und Ihr Leben. Vielleicht kann man ein Wohnprojekt gründen mit anderen Menschen zusammen, die schon aufgewacht sind und wissen, was man sich antut, mit der „modernen“ Technik…

    Eine erste wichtige Investition wäre evtl. ein Bettbaldachin (wie z.b. von der Fa. Yshield. Biologa oder Aaronia haben auch solche Baldachine, nehmen Sie nicht den billigsten! sondern den am besten Schirmendsten) MIT Bodenmatte drunter, alles gut geerdet, damit Sie einen geschützten Schlafplatz in der Wohnung haben. Die können Sie auch mitnehmen für später. Sparen Sie da nicht, ein guter mit hoher Abschirmung kostet ca. 1600,- €. Ich weiß, das ist viel Geld, kenne auch die finanzielle Notlage aller EHS-Betroffenen, geht mir selber auch so. Das halte ich persönlich aber für die kostengünstigste Lösung momentan. Bis Sie eine Wohnung finden, das kann dauern….

    Wenn Sie nach einem Arzt suchen, dann müssen Sie nach einem Umweltmediziner suchen, alles andere ist hoffnungslos. Umweltmediziner gibt es auch mit Kassenzulassung. Gerade in Österreich gibt es sehr viele Informationen über Elektrosensibilität, z.B. und über http://www.maes.de oder http://www.diagnose-funk.de oder http://www.feste-verbindungen.de , http://www.buergerwelle.de (um nur einige zu nennen) Ich habe zahllose Links, falls Sie Informationen brauchen….

    Amalgam – in Kürze. Gerade deshalb, weil die giftigen Amalgamfüllungen ohne Schutz entfernt wurden, hat man Sie dabei mit Quecksilber vergiftet. (Das habe ich auch gerade erfahren… als ob es so nicht schon schlimm genug wäre…) das Gift verbleibt für Jahrzehnte im Körper, und verursacht u.a. Elektrosensibilität und die ganzen Allergien, darüber gibt es zahllose Untersuchungen, z.B. http://www.toxcenter.de oder http://www.entgiftung-kompakt.de , Lektüre von Dr. med. Daunderer (Toxikologe) München …letztlich endet es in diversen Autoimmunerkrankungen.
    Die Liste der Vergiftungssymptome liest sich wie das Handbuch der Elektrosensibilität… Amalgam und E-Smog verstärken sich gegenseitig.

    Dies wie gesagt in Kürze vorab. Alles weitere wie gesagt dann über private Mail, vielleicht kann der Admin die mailadressen gegenseitig bekannt geben?

    Lassen Sie sich nicht in die Psychoecke abschieben. Das versuchen alle Ärzte gerne, die keine Ahnung haben, besser zum Fachmann, sprich Umweltmediziner gehen, wenn Sie echte Hilfe suchen.

    Alles Gute für Sie und bis bald !
    Ich wünsche Ihnen eine auch eine gute Nacht !! Können Sie nicht bei Bekannten oder Freunden unterkommen? Familie ?
    Liebe Grüße
    Manuela

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  • 12 Kerstin Meuth // Mai 25, 2016 at 19:49

    Ich verstehe das so gut, 15 J. Odysee und immer wieder alles verlassen und dann noch isoliert sein.
    Nicht einfach ………………habe auch das hinter mir was ich dort gelesen habe.
    Ich denke man sollte sich zusammenschließen.
    Kerstin

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