Elektrosmog und Gesundheit

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Vier moderne Märchen zum Thema Funk – Teil 3

November 27th, 2012 · 1 Kommentar

Behauptung 3:
„Die Sachlage ist widersprüchlich – viele Studien finden keine Effekte“

Zu welchem Ergebnis eine Studie kommt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Zum Beispiel dem Aufbau der Studie, aber auch von der Interpretation der Ergebnisse. Einige Studien, die keine signifikanten Effekte finden, sind schon von ihrem Design her so angelegt, dass sie gar nichts finden können. Bei anderen scheiden sich die Geister in der Interpretation der Ergebnisse. Insider behaupten zudem, mit einer entsprechend angepassten Studie fast alles und auch das Gegenteil davon beweisen zu können – ganz nach Wunsch des Auftraggebers. So findet man oft, dass auf eine Studie, die bestimmte Effekte durch Funkstrahlung unterhalb der Grenzwerte belegt, nach kurzer Zeit eine andere folgt, die genau dies widerlegt. Die Folge davon ist große Verwirrung und niemand weiß mehr, woran er ist. Dieser Zustand ist eine gute Voraussetzung dafür, Meinungen zu lancieren. Auf diesem Nährboden kann Meinungs-Marketing gedeihen und verlieren Fakten an Boden und das ist, was wir bezüglich Funkstrahlung im Moment erleben.
Zwei bekannte Wissenschaftler haben sich aus diesem Grund der Sache angenommen und verschiedene Studien zum Thema Gendefekte durch Funkstrahlung etwas genauer unter die Lupe genommen. Dabei stießen sie auf ein pikantes Detail, das bisher kaum jemandem bekannt sein dürfte:

DNA bricht je nach Sponsor
Dutzende Studien zu Erbgutschäden durch Funkstrahlung ergaben in den letzten Jahren ein verwirrendes Bild. Wurden Effekte gefunden, konnte man sicher sein, dass nach kurzer Zeit eine Gegenstudie „auf den Markt kam“, die das genaue Gegenteil bewies. Vielfach wurde zudem die absurde Ansicht vertreten, dass negative Studien (ohne gefundene Effekte) positive Studien neutralisieren würden. Um die verwirrende Lage zu klären, trugen Prof. Henry Lai und Dr. Louis Slesin alle Studien zusammen, welche sie zu dieser Frage finden konnten, und verglichen die Ergebnisse mit der Herkunft der Forschungsgelder.
Dabei kamen sie zu folgenden Ergebnissen:
85 Studien wurden in den letzten 16 Jahren in wissenschaftlichen Fachzeitungen publiziert. 43 davon fanden einen Effekt auf das Erbgut , 42 fanden keinen Effekt. Der deutliche Zusammenhang zwischen dem Resultat der Studie und dem Auftraggeber ist kaum zu übersehen. Von den drei Studien, welche trotz industriellem Auftraggeber einen Effekt fanden, wäre eine fast nicht publiziert worden (Phillips 98). Der Forscher hatte sich dabei
über den Willen des Auftraggebers hinweggesetzt. (Text und Grafik: http://www.diagnose-funk.org)

ROT: finanziert von der Industrie BRAUN: finanziert von der US-Airforce SCHWARZ: finanziert von der öffentlichen Hand oder anderen GRAU: Finanzierung unbekannt

Das alles ist nun keine Verschwörungstheorie verrückter Esoteriker – diese Wissenschaftler haben einen Ruf zu verlieren. Welchen Schluss ziehen wir daraus? Können wir den Ergebnissen von Studien überhaupt noch Vertrauen schenken, wenn man doch letztendlich alles damit beweisen oder wiederlegen kann? Die Frage ist letztendlich die: Wem vertrauen Sie. Ich für meinen Teil denke, dass von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Forschung vertrauenswürdiger ist und die Chance hat objektivere Ergebnisse zu bringen, als Studien, die von denjenigen finanziert werden, die fürchten, dass ihnen gewisse Ergebnisse finanziellen Einbußen verursachen könnten.
Die Ergebnisse der unabhängigen Forschung wiederum sind, wie durch Lai/Slesin dargestellt, ziemlich eindeutig: Funkstrahlung hat einen eindeutigen Effekt auf unsere Erbsubstanz.

Leider wird unabhängige Forschung immer seltener. Wissenschaftler sind zunehmend auf Sponsoren aus der Wirtschaft angewiesen. Das heißt, über bestimmte Dinge wird nicht geforscht, da kein wirtschaftliches
Interesse daran besteht – und wenn geforscht wird, sind Interessenskonflikte vorprogrammiert.
Fazit: Studien und seriöse Forschung ist gut und wichtig. Man muss aber bei den Ergebnissen und dem, was in den Medien darüber publiziert wird, etwas genauer hinschauen.

Im vierten Teil dieser Artikelserie gehen wir auf eine weitere Behauptung ein, die häufig verbreitet wird: „Die gesetzlichen Grenzwerte schützen uns ausreichend“

Texte aus: “Was man unbedingt über Funkstrahlung wissen sollte”. Kostenlose Broschüre von Barbara Newerla

Tags: Funkstrahlung allgemein · Studien

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 B.Bär // Dez 28, 2012 at 13:27

    Sehr gute zusammenfassende Erklärung was es mit Studien, auch allgemein gesehen, auf sich hat. Leider lässt sich die Mehrheit unter uns nur zu gern täuschen und dazu tun noch viele andere Märchen die es leider gibt, ihr übriges …. Kaum jemand hat noch Lust und Zeit, Dinge zu hinterfragen – und das geht auch nicht von heut auf morgen.

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