Elektrosmog und Gesundheit

Barbara Newerlas Blog zu den Themen Gesund wohnen – Gesund Leben – Gut schlafen

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Ist WLAN Strahlung schädlich?

Juni 7th, 2011 · 12 Kommentare

WLAN ist inzwischen überall. Auf Campingplätzen, in Hotelzimmern, am Arbeitsplatz und natürlich bei vielen Menschen zu Hause. Gepulste hochfrequente Strahlung rund um die Uhr.

Wenn man Google glauben darf, gibt es monatlich ca. 21.000 Anfragen zur Schädlichkeit von WLAN Strahlung. Viele Menschen machen sich also durchaus Gedanken. Auf der ersten Seite der organischen Suche landet man allerdings bei ca. 8 von 10 Seiten in Foren und die Antworten zeugen leider in 9 von 10 Fällen nicht unbedingt von Sachkenntnis. Mehrheitlich wird hier Entwarnung gegeben, aber stimmt das wirklich?

Viele Studien weisen biologische Effekte der Funkstrahlung nach. Einen Überblick habe ich hier für Sie zusammengestellt: Studien der letzten 10 Jahre

Außerdem gibt es ein interessantes Experiment einer Schülerin im Leistungskurs Biologie zu den Auswirkungen von WLAN, dessen Ergebnisse von kommerziellen Interessen unbeinflusst sein dürfte: Studie einer Schülerin im Leistungskurs Biologie zur Wirkung von WLAN

Inzwischen rät auch der Europarat zu mehr Vorsicht mit der Funkstrahlung und fordert sogar WLAN an Schulen zu verbieten. Siehe auch hier: http://www.elektrosmog-und-gesundheit.de/funkstrahlung-allgemein/europarat-ford…bilfunkpolitik.html ‎

Ich möchte nun heute an dieser Stelle aber nicht nur von Studien zum Thema, sondern einmal von eigenen Erlebnissen der letzten Zeit berichten – und vielen Menschen geht es inzwischen ähnlich wie mir.

Seit März gibt es eine neue Mieterin bei uns im Haus. Ihre Einraumwohnung befindet sich direkt unter unserem Büro und Schlafzimmer. Irgendwann bemerkte ich, dass ich plötzlich viel schlechter schlief als sonst. Ich konnte nicht einschlafen und wachte mehrmals nachts auf. Da ich in dieser Zeit viel Stress hatte, schob ich es darauf und dachte erstmal nicht weiter darüber nach. Es wird schon wieder besser werden, sagte ich mir… das kommt vor. Irgendwann fühlte es sich dann an, als würde mein Körper innerlich vibrieren, wenn ich nachts aufwachte. Trotzdem ich mich ja schon lange mit dem Thema befasse, kam ich aber immer noch  nicht auf die Idee, dass meine Schwierigkeiten  etwas mit Strahlung zu tun haben könnten. Wir hatten ja bereits alles gemessen. Nur intuitiv hatte ich so das Gefühl wir sollten mal wieder nachmessen, aber was sollte da sein, es hatte sich doch bei uns nichts verändert. Irgendwie stand ich „auf der Leitung“, an die neue Mieterin dachte ich einfach nicht. Auch an meinem Arbeitsplatz wurde ich immer nervöser und angespannter und unkonzentrierter, stellte fest, dass mich die Computerarbeit mehr stresste als sonst.

Dann kam mir der Zufall zuhilfe. Für mein neues Buch probierte ich die dort beschriebene Suche nach aktiven WLAN-Netzen nochmals praktisch am Notebook meiner Tochter aus und fiel aus allen Wolken. Zwei Netze waren im näheren Umkreis aktiv, eines davon mit voller Intensität. Mein Mann packte daraufhin endlich das Messgerät aus und fand schnell die Quelle des Übels: den Router der neuen Mieterin unter uns. Offensichtlich nutze sie in ihrer 30 m² Einraumwohnung WLAN und natürlich war es Tag und Nacht aktiviert. Im Schlafzimmer und direkt an meinem Sitzplatz im Büro fanden sich besonders hohe Werte. Die Decke, bzw. der Boden, der uns trennt, scheint nicht ganz homogen zu sein, es gibt immer wieder „Löcher“ an denen die Strahlung stärker durchkommt.

Bis wir abgeschirmt haben, habe ich nun vorerst den Schlafplatz gewechselt und kann seitdem wieder normal schlafen.

Viele Menschen scheinen Funkstrahlung und ihre Auswirkungen nicht zu spüren. Wobei es die Frage ist, ob viele einfach die Symptome einfach mit dem Verursacher nicht in Verbindung bringen – denn man meint ja, dass die Grenzwerte ausreichend schützen, also kann da ja nichts sein.

Aber selbst wenn man es wirklich nicht sofort spürt, heißt es noch lange nicht, dass es langfristig ohne Auswirkungen bleibt. Denn Funkstrahlung wirkt vor allem langfristig schädlich. Ich persönlich jedenfalls spüre die Auswirkungen von WLAN schon nach kurzer Zeit stark und die Symptome sind immer die selben: Ein- und Durchschlafstörungen, Nervosität, ein Vibrieren im Körper, Steifigkeit am Morgen und Muskelschmerzen.

Unter Baubiologen ist bekannt, dass WLAN wahrscheinlich biologisch aktiver ist als die normale Mobilfunkstrahlung. Man vermutet, dass dies an der Frequenz der Pulsung liegt. Generell wirkt nicht unbedingt die hochfrequente Strahung am stärksten auf den Körper, sondern die niederfrequente Pulsung, und die scheint bei WLAN in einem Frequenzbereich zu liegen, mit dem der Körper und das Nervensystem noch weitaus stärker betroffen sind.

Also: lieber abschalten, wenn möglich Kabel benutzen oder zumindest nur aktivieren, wenn man es wirklich braucht. Eine weitere Alternative ist dLAN, es strahlt wesentlich weniger!

 

Weitere Artikel zu WLAN:

Mit WLAN ins Internet – braucht man das wirklich?

Neue Studie – WLAN schädigt die Fruchtbarkeit des Mannes

Allgemeine Infos zu WLAN

Neuartige Abschirmung gegen WLAN und Handystrahlung

Netzwerkfestplatte mit WLAN

Studie einer Schülerin im Leistungskurs Biologie zur Wirkung von WLAN

 

Tags: WLAN

12 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 eckstein // Jun 15, 2011 at 00:11

    ich beobachte bein mir seit jahren dass die wlan netzte genau diese beschwerden verursachen und leide extrem darunter….bin nun mehrmals umgezogen und trotzdem wieder mit 8 wlannetzen aus diversen wohnungen verstrahlt. wie lässt sich das vermeiden wenn man in einer grosstadt wohnt und wie kann man sich denn dagegen abschirmen????

  • 2 admin // Jun 15, 2011 at 11:50

    Ja, das ist ein großes Problem und vor allem in Großstädten entkommt man dem kaum mehr! Dazu ist es oft so dass viele das WLAN eigentlich gar nicht bräuchten, aber es ist einfach modern und cool.
    Die gute Nachricht ist: Hochfrequente Strahlung kann man eigentlich recht gut abschirmen. Mit speziellen Wandfarben, Fliessen oder Textilien. Leider ist das nichts, was man selbst machen kann, d.h. da muss ein ausgebildeter Baubiologe ran, der auf „Elektrosmog“ spezialisiert ist. Adressen findet man z.B. auf http://www.baubiologie.de. Es ist auch nicht so teuer und die Lebensqualität, die man zurückgewinnt, lohnt es allemal!

  • 3 P.Geisler // Dez 1, 2011 at 22:28

    ich habe heute mit einem HF-Detektor II Profi von AARONIA AG mein WLAN durchgemessen, aber nicht wie sonst im Average-Modus, sondern im Peak-Modus. Dabei bin ich fast umgefallen, weil die Werte plötzlich 3 Dekaden im dB-Bereich höher als im Average Modus ausgefallen sind. Ausgangspunkt waren die neuen Forschungsergebnisse aus Schweden und die Empfehlungen aus Brüssel an die Regierungen der Euro-Länder, diese Strahlungswerte extrem zu verringern. Deutschland ist bei diesen Strahlungswerten ungefähr genauso großzügig wie bei den Milliarden für den Euro-Rettungsschirm.
    Ich habe das WLAN heute Abend definitiv abgeschaltet. Ich hoffe, danach zumindest elektro-smog-mäßig besser schlafen zu können. But how the unknown poet said: Thinking on germany in the night – I’ve problems to sleep in the night.
    Kann leider kein Inglissschhhh.

  • 4 admin // Dez 6, 2011 at 11:26

    Da die Antenne der Aaronia Messgeräte keinen linearen Frequenzgang hat, entsprechen die Messwerte eher selten den tatsächlich vorhandenen Intensitäten. Für Laien: Aaronia Meßgeräte sind für Messungen von Hochfrequenz ungeeignet. Mit den Werten, die Sie anzeigen kann man nicht wirklich etwas anfangen. Ein gutes Preis/Leistungsverhältnis haben dagegen die Geräte von Gigahertz Solutions:

    Der WDR hat für seine Sendung Quarks & Co. vom 19. Juni 2007 einige Geräte überprüfen lassen, und zwar von der LGA in Nürnberg. Nur das Gerät von Gigahertz zeigte Messwerte mit noch tolerierbaren Ergebnissen an!“. Weiterhin im Test waren Hutech Model 250, Wetekom HF Detektor und Aaronia Spectran 2025E.

    Generell ist es aber so, dass Hochfrequenzmessung in die Hände eines Fachmanns gehört. Hier gehört einiges Fachwissen dazu um wirklich aussagekräftige Messwerte zu erhalten.

  • 5 matt rosmarie // Aug 29, 2012 at 20:01

    ich bin elektrosmog empfindlich — komisch und unverständlich für viele — aber realistisch –

  • 6 admin // Sep 25, 2012 at 14:24

    Absolut. Die ehemalige Ministerpräsidentin von Norwegen Gro Harlem Brundtandt bezeichnet sich auch als elektrosensibel. Wohl kaum eine Spinnerin.

  • 7 Lena // Okt 1, 2012 at 15:03

    Ich bin sehr empfindlich aus Wlan und DECT. Habe bereits einen Beitrag zu Wlan abgesendet. Wie kann es sein, dass man in seiner eigenen Wohnung nicht geschützt ist? Warum MUSS man es aushalten? Warum wird man auf Schizophrenie `behandelt`, wenn man es nicht aushalten kann und eigentlich Hilfe erwartet? Wieso schaltet man den Mensch aus (Psychopharmaka) und nicht die Verursacher? Hat ein Gerät mehr Wert, als der Mensch? Die Antwort gebe ich ich mir selber…

  • 8 Philipp // Okt 3, 2012 at 12:01

    Ich wollt mich nicht extra anmelden.. aber auch wenn ecksteins Post lang her ist gibts vllt bald ne methode um sein problem zu lösen

    Eine Tapete.. sie kann das WLan in der Wohnung lassen oder gar draussen lassen

    http://www.heise.de/tr/artikel/Tapete-schirmt-WLAN-ab-1626481.html

  • 9 Strahlung SAR-Wert des HTC One - Android-Hilfe.de // Jun 17, 2013 at 20:23

    […] […]

  • 10 Das Glück ist mit den Dummen // Jun 18, 2013 at 14:59

    WLAN und Dect ist kurz und vor allem langfristig Gesundheits schädigend. In der Nähe von beiden Frequenzen spürt man, ein dauerhaftes tieferes brummen, bei dect pulsendes Brummen im Kopf. Es ist ein anderer Ton als das Rauschen vom Blut. Nach ein paar Tagen einer einem nicht so stark verstrahlten Orten geht dieses tiefe Brummen im Kopf weg. kommt man(n) zurück in die alte belastete Umgebung, spürt man(n) erst nur ein pulsierendes Brummen, was sich schliesslich nach einer Woche zu dauerhaften Brummen im Ohr entwickelt. schaltet man in der Wohnung bzw. im Arbeitszimmer die Dect und Wlans für ein Wochenende ab und positioniert sich in einem Raum wo rundherum weniger Strahlen von den Nachbaren kommen, reduziert sich das Brummen im Kopf. Wenn Gerichte bei einem von einem PKW Fahrer verusachten Unfall dem Fahrradfahrer 20 Prozent Mitschuld geben, da er keinen Helm getragen hat, ist das Benutzen von Dect und WLanHelm in der Nähe von Mitbewohnern vorsätzlich Körperverletzung!

  • 11 Bienensterben und Mobilfunk | Berner Garten Philosoph // Jul 19, 2013 at 20:36

    […] Bienensterben und Mobilfunk… zum Diagnose Funk-Artikel […]

  • 12 Elke // Aug 5, 2013 at 18:43

    Endlich treffe ich hier auf Verständnis!!! Seit geraumer Zeit geht es mir immer schlechter. Ich wache nachts genau mit diesem Vibrieren in meinem Körper auf, tagsüber spüre ich einen seltsamen Druck in meinem Nacken und dann ein pulsieren in meinem ganzen Körper aber vor allem im Kopf – es ist schrecklich!!!! Und das Schlimmste: wenn ich meinen Freunden, Verwandten oder auch Nachbarn davon erzähle und sie bitte doch ihr WLAN auszuschalten, werde ich belächelt und als Hypochonder dargestellt – die bildet sich alles nur ein!!!! Dabei vergessen alle meine Lieben, dass ich vor 10 Jahren einen Gehirntumor hatte und nach der Operation hart arbeiten mußte, um wieder aus den Rollstuhl zu kommen, denn ich war danach gelähmt….. jetzt wo es mir endllich wieder besser ging …. kommt WLAN …. und es scheint kein Entrinnen davon zu geben. In jedem Hotel, in jeder Pension, in jeder Bar, in jedem Cafe, jetzt sogar im Schwimmbad – es nimmt kein Ende …. und obwohl ich am A…. der Welt wohne, steht ein Funkmast keine 300 Meter von meinem Haus, der ständig mehr Antennen aufweist. HILFE!!!!!

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