Französische Forscher haben eine Tapete entwickelt die hochfrequente Strahlung abschirmt. Im Gegensatz zu bisherigen, relativ kostenintensiven Produkten müsste sie nicht teurer sein als normale Tapete.
Pierre Lemaitre-Auger vom Polytechnischen Institut in Grenoble erklärt, dass die Tapete drei Vorteile bietet: Sie schirmt Innenräume gegen die Strahlung von Außen ab, kann aber auch verwendet werden um das eigene WLAN-Netz vor Angriffen von außen zu schützen – und sie sieht gut aus.
Die Tapete wurde von dem Studenten Fabien De Barros und dem Centre Technique du Papier entwickelt und verwendet ein aufgedrucktes Muster aus leitfähiger silberhaltiger Farbe, die spezielle Frequenzen herausfiltert. Zum Beispiel die 0,9, 1,8 und 2,1 Ghz des Mobilfunknetzes oder die 2,45 und 5,5 GHz des WLAN.
Radio und Fernsehfrequenzen kommen dagegen ungehindert durch.
Die Technik könnte auch helfen den Schallschutz zu verbessern und kann sowohl als Trägerpapier oder als Tapete, als zur Herstellung von Bodenbelägen oder Gipskarton verwendet werden.
Diese neue Art von Papier wird zukünftig von der finnischen Firma Ahlstrom vertrieben werden, die die Rechte daran erworben hat und soll nächstes Jahr auf den Markt kommen.
Der Entwickler Fabien De Barros erklärt in folgendem pdf wie „Métapapier“ wirkt:
…Besondere Bedeutung kommt möglicherweise der Verwendung gepulster Mobilfunkstrahlung zu. Die Basisstationen schnurloser Telefone mit DECT-Standard (praktisch alle schnurlosen Telefone haben seit Jahren diese Eigenschaft) geben auch im Stand-by-Modus eine gepulste Strahlung ab, welche insbesondere in der Nähe von Basisstationen erheblich ist. Dies wissen nur wenige Nutzer schnurloser Telefone. Basisstationen senden also rund um die Uhr hoch frequente Felder aus, auch wenn das Mobilteil auf der Basisstation liegt. Die gepulste Strahlung der Basisstationen (z. B. von DECT-Telefonen) hat eine große Reichweite und ist hinsichtlich der Regeneration des menschlichen Organismus anders zu bewerten als eine Dauerstrahlung während des Telefonierens mit alten schnurlosen Telefonen (z. B. der CT1+- Standard). Grenzwertänderungen sind jedoch erst dann zu erwarten, wenn vermutete athermische Effekte im Zusammenhang mit gesundheitlichen Problemen in Studien wiederholt nachgewiesen wurden.
Hinsichtlich der Langzeitwirkungen gepulster elektromagnetischer Felder liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Einzelfallstudien können dieses Dilemma nicht lösen. Deshalb ist es ratsam, sich der Belastung durch DECT-Telefone so wenig wie möglich auszusetzen und am Arbeitsplatz sowie im häuslichen Umfeld möglichst schnurgebundene Telefone zu verwenden. Bei der Benutzung von Mobilfunktelefonen sollten einige Regeln befolgt werden.
Empfehlenswerte Verhaltensregeln zur Reduktion der Strahlung von Mobiltelefonen:
Kinder unter zehn Jahren sollten keine Mobiltelefone benutzen
Festnetztelefone an Stelle von Mobiltelefonen nutzen, wann immer dies möglich ist (Handybenutzung insbesondere durch Jugendliche nur in Notfallsituationen)
DECT-Basisstationen nicht im Schlafzimmer oder in unmittelbarer Nähe eines häufig genutzten Aufenthaltsortes in der Wohnung aufstellen
Wenn auf schnurlose Telefone nicht verzichtet werden kann, sollten nur solche benutzt werden, die im Stand-by-Modus abschalten (solange das Mobilteil auf der Basisstation liegt) – diese Modelle werden jetzt am Markt angeboten
Das mobile Telefon so oft wie möglich ausschalten, um Sendeimpulsstrahlung und Netzsuche mit hoher Sendefrequenz zu reduzieren
Beim Telefonieren mit Mobiltelefonen Headset verwenden und sich kurz fassen
Handy während des Gesprächaufbaus vom Körper entfernt halten
Während des Gespräches Abstand zu Haut- und Körperpartien des Gesichts halten, damit eine möglichst geringe Strahlung punktuell den Kopfbereich trifft (Handy abgewinkelt halten)
Keine Verwendung mobiler Telefone in abgeschirmten Räumen wie U-Bahn, Bus, Eisenbahn, PKW ohne Freisprechanlage, Fahrstühlen, Kellerräumen, Gebäuden mit dicken Mauern oder starker Metallabschirmung sowie in Kinos
In ländlichen/städtischen Regionen mit schwacher oder wechselnder Sendeleistung Mobiltelefone abschalten
Nicht neben einem angeschalteten Mobiltelefon schlafen, Weckfunktion bei abgeschaltetem Handy nutzen
Mobiltelefone nicht in Herznähe tragen
Abschirmtaschen für DECT- Handgeräte und Mobiltelefone mit Sendefenster an der vom Kopf abgewandten Seite verwenden
Beim Kauf auf Sendeleistung und niedrige SAR-Wert achten.
Diese und noch einige weitere Empfehlungen und praktische Tips bezüglich DECT, Handy, WLAN und Co. finden Sie auch in unserem E-Book: http://buch.newerla.de/handy-wlan-co
Vor einigen Tagen im Fernsehen: Ob Smartphone, iPad oder Wireless Lan – überall sind wir im Alltag elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt.
In diesem netten kleinen Beitrag misst ein Baubiologe die Belastung durch elektrische Geräte und Installationen und Funkstrahlung in einem ganz normalen Haushalt. Einige wichtige Dinge werden aufgezeigt – Vieles fehlt, vor allem an praktischen Ratschlägen wie man unnötige Strahlung auf einfache Art und Weise vermeiden kann. Das ist schade und überfordert dann so manchen, aber in fünf Minuten natürlich schwer unterzubringen.
Was mich dagegen wirklich schockiert hat, sind die Kommentare auf You Tube. Diese zeigen, dass noch viel, viel mehr Information über Funkstrahlung nötig wäre, es fehlt an elementarstem Wissen, angefangen bei physikalischen Grundlagen. Und selbst an dem Wissen darum, dass man nichts darüber weiß, was vielleicht das Schlimmste ist: Zu glauben man wüsste Bescheid, weil man irgendwo eine Meinung aufgelesen hat, die einem gerade in den Kram passt und diese dann auch noch mit Zähnen und Klauen verteidigt. Das ist nun leider nicht auf You Tube beschränkt, sondern zieht sich durch alle Foren, Blogs und online Medien, wie zum Beispiel spiegel-online und andere. Ist das die Meinung und der Wissensstand der Mehrheit?
Es fängt ganz harmols an: “Tolle Panikmache, danke!”
Hier ist jemand einfach ganz offensichtlich überfordert mit der Kürze des Beitrags und bräuchte mehr konkrete Informationen und Hilfestellungen. Das kann ich noch verstehen.
Die folgende Logik erschließt sich mir jedoch nicht mehr so ganz:
“Leute, wenn man das alles so negativ denkt, dann musste man alle diese Geräte verkaufen und abschaffen, dalso scheißt doch drauf!”
Nun ist es so, dass man das nicht negativ denkt, es ist negativ und zwar physikalisch messbar und von vielen Studien nachvollziehbar dargestellt. Die Schlussfolgerung daraus: “…dann müsste man alle diese Geräte verkaufen und abschaffen…” ist immerhin noch logisch, aber der Rest: “…also scheißt doch drauf!” lässt mich dann doch an der Intelligenz des Schreibers zweifeln.
Leider ist diese Haltung jedoch weit verbreitet. Je nach Bildungsstand wird sie des öfteren etwas stilsicherer verpackt, aber das ändert letztendlich auch nichts an der Tatsache, dass die Meisten es einfach nicht wahrhaben wollen – und vor allem an ihrem Verhalten nichts ändern möchten.
Für mich hat das Ganze viel Ähnlichkeit mit einer Sucht. Wie beim Rauchen oder dem Alkohol neigt man dazu sich lange selbst zu belügen. Manchmal bis zum bitteren Ende.
Ein weiterer Kommentar:
“Weniger telefonieren und wenn, dann über Festnetz”. Komiker, von einem Schnurlosen ans Andere kann nun wirklich nicht helfen…”
Recht hat er - prinzipiell. Wobei die Strahlenbelastung bei einem Handytelefonat ca. 1.000 bis 100.000 mal höher sei kann als bei einem Schnurlostelefon. Also doch lieber Festnetz, selbst wenn es ein Schnurloses ist.
“…Aber aus finanzieller Sicht sicherlich nicht dumm. Man hätte auch eine Wünschelrute nehmen können, dann hätte man auch gleich noch die Wasseradern finden können.”
Der Sinn dieser Äußerung erschließt sich mir nicht ganz und lässt jedes Verständnis physikalischer Zusammenhänge vermissen…
Geanuso wie dieser hier:
“Wenn ich mal meinen Doktortitel habe, will ich auch mal als Experte so einen gequirrlten Mist babbeln “9000-10.000 Mikrowatt pro Quadratzentimeter” und die Sonne ballert mit 130.000 µW/cm² runter. DRAMATISCH!!!! Also gleich im Keller einschließen. Und ganz nebenbei, was soll der Scheiss, ein µ zu verwenden und 4 Nullen für den Messwert? Dr.-Titel aber zu blöd, ne angemessene Einheit zu verwenden? So kann man’s auch unnötig dramatisch machen.”
Gequirrlten Mist babbelt hier leider nicht der Baubiologe, sondern derjenige der Sonnenlicht mit gepulster Hochfrequenz vergleicht. Schon mal etwas von Frequenzen gehört? Unterschiedliche Frequenzen wirken unterschiedlich auf biologische Systeme. Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Auch ist das Sonnenlicht zum Glück nicht “gepulst”, wie die Funkstrahlung – und µW/m² ist nun mal die gebräuchliche Einheit für gepulste Hochfrequenz, da die baubiologischen Empfehlungen bei 10 µW/m² tagsüber und 0,1 µW/m² am Schlafplatz liegen.
Und noch einer:
“Solche Scharlatane, die die Angst der Menschen um ihre Kinder ausnutzen kotzen mich an.”
Wisst ihr was mich “ankotzt”: Firmen, die Wissenschaftler unter Druck setzen und die Senkung der Grenzwerte aus Gewinnstreben verhindern, obwohl sie es besser wissen. – Und mich kotzen Menschen an, die Fakten leugnen, weil sie ihr Verhalten nicht ändern möchten und Angst um ihr schönes Spielzeug haben anstatt Verantwortung zu übernehmen. Damit gefährden sie letztendlich leider nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch die der anderen und ihrer Kinder.
Sorry für den etwas zynischen Ton, das ist sonst nicht unbedingt meine Art – aber das musste ich jetzt einfach mal loswerden…
ARD Umweltmagazin “Globus”, 30. Mai 2001. Der Beitrag ist 11 Jahre alt aber wieder hochaktuell. Im Moment werden der Behördenfunk TETRA und das LTE-Netz massiv ausgebaut. Beide Technologien arbeiten ebenfalls mit gepulster Hochfrequenzstrahlung, deren Wirkung im Bericht sehr anschaulich dargestellt wird.
Es kommen Prof. Käs (Bundeswehr-Universität) und und Prof. Eckel (Bundesärztekammer) zu Wort, die schon damals für niedrigere Grenzwerte plädieren und vor gesundheitlichen Gefahren warnen. Das Traurige damals wie heute: ein hunderstel oder tausendstel Feldstärke würde reichen und wir hätten immer noch Empfang, könnten ohne Probleme telefonieren und surfen, würden uns Vieles dadurch ersparen. Doch Regierung und Mobilfunkbetreiber stellen sich in dieser Frage stur, denn die Leistung der Sender abzusenken würde Kosten verursachen…
Kürzlich flatterte mir eine Pressemeldung mit der Schlagzeile ins Haus: „439 Mio. Haushalte surfen weltweit kabellos – Anteil wächst weiter“
Der internationale Marktforscher Strategic Analytics hat einen Bericht veröffentlicht, demzufolge weltweit schon 439 Mio. Haushalte Heim-WLAN für den Zugang zum Internet verwenden. Das entspricht einem Viertel aller Haushalte mit Internetzugang. Deutschland belegt laut der Studie mit einer WLAN-Quote von 71,7 Prozent aller Internetanschlüsse in Haushalten Platz drei hinter England und Spitzenreiter Südkorea, das einen WLAN-Anteil von über 80 Prozent ausweist.
Damit nutzen in Deutschland fast dreiviertel aller Menschen mit Internetanschluss WLAN. Für mich eine erschreckende Zahl – braucht man das wirklich?
Vor einigen Wochen schenkte ich meiner Physiotherapeutin mein E-Book „Tips und Tricks zum Umgang mit Handy, Schnurlostelefon, WLAN und Co.“. Sie meinte, sie könne auf WLAN nicht verzichten, da ihr Internetanschluss im Keller sei. Ich empfahl ihr wenigsten ein Stromleitungsnetzwerk (dLAN) zu verwenden, da hier die Strahlung wesentlich geringer sei. Nach der Lektüre des Buches, sie hatte es tatsächlich gelesen, sagte sie zu mir: „Eigentlich könnte ich den Computer auch mit Kabel anschließen, ich habe ja beim Umbau überall Netzwerkkabel legen lassen.“ – Ihr war bis dahin nicht einmal mehr bewusst gewesen, dass es tatsächlich möglich ist, per Kabel ins Internet zu kommen.
Wie vielen von den 71,7 % geht es wohl ähnlich, frage ich mich? WLAN ist inzwischen fast zu einem kaum mehr hinterfragten Paradigma geworden.
Dabei hat der Kabelanschluss viele Vorteile, abgesehen davon, dass man schädliche Strahlung vermeidet:
1. Kabelverbindungen sind immer noch um ein Vielfaches schneller.
2. Kabelverbindungen sind sicherer
Schädlichkeit von WLAN
Der Hauptaspekt ist für mich aber immer noch die Strahlenbelastung. Das Funkstrahlung unschädlich sein soll, ist ein modernes Märchen, dass vor allem den Interessen der Industrie dient und das auch viele Menschen gerne glauben, die aus welchen Gründen auch immer diese Technik gerne nutzen möchten.
“Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder (Funkstrahlung) so gering wie möglich zu halten, das heißt herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann.“ (Quelle: Eine Bundesdrucksache zu einer kleinen Anfrage der GRÜNEN im Bundestag)
Haben Sie sich schon einmal gefragt warum man auf etwas verzichten sollte, das doch scheinbar völlig harmlos ist?
Was sagt die Wissenschaft?
Auf www.mobilfunkstudien.org findet man eine Zusammenstellung wissenschaftlicher Studien zum Thema. Sie umfasst 5 ½ Seiten mit 108 wissenschaftliche Studien der letzten 10 Jahre. Diese finden signifikante Effekte auf den menschlichen Organismus bei Feldstärken weit unterhalb der Grenzwerte!
Folgende Effekte wurden gefunden:
Schäden am Erbmaterial (Gentoxizität) …………………… 19 Studien
Erhöhtes Tumorrisiko ……………………………………………. 13 Studien
Schwächung des Immunsystems …………………………….. 11 Studien
Veränderungen im Gehirn ……………………………………… 22 Studien
Eizellen- und Embryonen-Schädigungen ………………… 7 Studien
Sperma Schädigung und männliche Unfruchtbarkeit …. 9 Studien
Schlafstörungen, Kopfschmerzen,
Depressionen, Lern- und Gedächtnisstörungen ……….. 19 Studien
Allgemeines Verhalten von Pflanzen und Tieren ……… 10 Studien
Mein Tip also: Denken Sie doch einmal darüber nach, ob und wann Sie WLAN wirklich brauchen oder welche anderen Lösungen es gibt.
Neueste Forschungsergebnisse zeigen alarmierende Resultate: Handystrahlung könnte die Gehirnentwicklung von Ungeborenen im Mutterleib stören und bei den Nachkommen ADHS-artige Symptome hervorrufen.
Die Forscher setzten trächtige Mäuseweibchen der elektromagnetischen Strahlung eines Mobiltelefons aus und fanden heraus, dass deren Jungen später Verhaltensstörungen entwickelten, die denen von menschlichen Kindern mit der Aufmerksamkeitsstörung ADHS glichen. Die im Mutterleib der Strahlung ausgesetzten Mäuse seien hyperaktiv, weniger ängstlich und hätten Gedächtnisprobleme gezeigt, berichten die Forscher im Fachjournal „Scientific Reports“.
Die Wissenschaftler beobachteten, dass die hochfrequente Strahlenbelastung bei den Mäusejungen Veränderungen im Gehirn auslösten. Dadurch war die Übertragung des Hirnbotenstoffs Glutamat bei diesen Tieren gestört. Betroffen von diesen Veränderungen sei vor allem der sogenannte präfrontale Cortex, ein Hirnzentrum, das auch bei ADHS eine wichtige Rolle spielt.
„Dies ist der erste experimentelle Nachweis von krankhaften Veränderungen der Hirnfunktionen, die durch eine Belastung mit Handystrahlung im Mutterleib hervorgerufen wurden“, schreiben Tamir Aldad von der Yale University in New Haven und seine Kollegen. Es sei nicht verwunderlich, dass man ähnliche Effekte in Studien mit erwachsenen Tieren bisher nicht gefunden habe. Denn das Gehirn Ungeborener reagiere besonders sensibel auf Umwelteinflüsse.
Man könne die Beobachteten Effekte nun nicht einfach auf den Menschen übertragen, betonen die Forscher, aber auch bei menschlichen Föten gibt es während der Entwicklung kritische Zeitfenster in denen das Gehirn besonders empfindlich für Umwelteinflüsse ist. „Wir brauchen jetzt weitere Experimente um herauszufinden, ob eine Strahlenbelastung im Mutterleib beim Menschen ein Risiko bedeutet“, meinen Aldad und seine Kollegen.
Für ihre Studie hatten die Forscher 53 trächtige Mäuseweibchen in Käfigen gehalten, auf deren Oberseite ein angeschaltetes Handy befestigt war. Bei der Kontrollgruppe blieb dieses Handy ausgeschaltet. Das Mobiltelefon sendete Strahlung mit einer spezifischen Absorptionsrate (SAR) von weniger als 1,6 Watt pro Kilogramm (W/kg). Die gesetzliche Obergrenze in der Europäischen Union liegt bei 2 W/kg.
Die Forscher unterzogen den Nachwuchs aller Mäuseweibchen mehreren Tests, die im Abstand mehrere Wochen wiederholt wurden. Geprüft wurden das Gedächtnis der Tiere, die Ängstlichkeit und die Aktivität. In allen Tests habe man signifikante Unterschiede zwischen den bestrahlten und den unbestrahlten Mäusen festgestellt, sagen die Wissenschaftler. Weitere Tests enthüllten auch die zugrundeliegenden neurophysiologischen Unterschiede.
Abschirmung ist mehr denn je nötig, vor allem in Städten steigen die Belastungen durch Funkstrahlung oft ins Uferlose. Und auch auf dem Land wird es mit der Einführung von LTE nicht besser. Aber immerhin kann man die Kosten dafür nun steuerlich geltend machen:
Nach dem Urteil des FG Köln können Kosten für die Abschirmung einer Eigentumswohnung vor Hochfrequenzimmissionen als außergewöhnliche Belastungen bei der Einkommensteuer abgezogen werden.
Die Klägerin litt seit 3 Jahren zunehmend unter Migräne und Tinnitus. Eine Ärztin diagnostizierte ihr insoweit eine ausgeprägte Elektrosensibilität. Bereits in ihrer vorherigen Mietwohnung, führte die Klägerin Abschirmmaßnahmen durch. Dadurch verschwanden die Beschwerden schlagartig. Die Klägerin bezog nun eine Eigentumswohnung. Insoweit sei es medizinisch notwendig, auch in der neu angeschafften Wohnung Abschirmmaßnahmen gegen Elektrosmog durchzuführen.
Das Finanzamt lehnte die Berücksichtigung dieser Kosten als außergewöhnliche Belastungen ab, da kein amtsärztliches Gutachten über die Notwendigkeit der Maßnahme vorgelegt worden sei und es sich allenfalls um eine vorbeugende Maßnahme handele.
Dies sah der 10. Senat des Finanzgerichts Köln anders und ließ den Abzug als Krankheitskosten zu. Zwangsläufig und damit steuerlich absetzbar seien nämlich nicht nur medizinisch unbedingt notwendige Aufwendungen im Sinne einer Mindestversorgung. Vielmehr fielen hierunter die Kosten aller diagnostischen oder therapeutischen Verfahren, deren Anwendung im Erkrankungsfall hinreichend gerechtfertigt sei.
Es gibt einige Studien, die das bestätigen und herausgefunden haben, dass sich die Schlafphasen durch Handystrahlung veräandern. Inzwischen ist es auch für Baubiologen möglich, die Wirkung von Schnurlostelefonen oder anderen Funkanwendungen auf den Schlaf vor Ort zu überprüfen. Mit dem tragbaren Gerät “Quisi” der Firma Axon kann ganz einfach ein Schlafprofil erstellt werden.
Hier zum Beispiel die Messung an einem 10-jährigen Jungen durch den Baubiologen Joachim Gertenbach aus Wuppertal:
Die Untersuchung wurde vorsorglich durchgeführt. Um zu überprüfen wie das Kind reagiert wurd eine DECT Basisstation vor dem Kinderzimmer in etwas 2m Abstand zum Schlafplatz platziert. Zuvor wurde eine Messung ohne hochfrequente Belastung durchgeführt.
Das Schlafprofil zeigt in der Nacht mit DECT-Telefonbestrahlung eindeutige Unterschiede zur Nacht zuvor: Es wurde eine Zunahme des Leichtschlafs mit gleichzeitiger Verringerung des Tiefschlafs festgestellt. Auch die Traumphasen hatten abgenommen und die Schlafeffizienz hat sich verschlechtert.
Dies entspricht in allen Punkten den Ergebnissen der bisher durchgeführten wissenschaftlichen Studien.
In verschiedenen Test mit anderen Probanden hat sich allerdings auch gezeigt, dass Menschen durchaus unterschiedlich auf ähnlich hohe Belastungen reagieren und der Einfluss der Strahlung auf das Schlafverhalten verschieden stark ausgeprägt ist.
Trotzdem, in der Regel gilt: je weniger Strahlung desto besser und erholsamer der Schlaf.
Quelle: Wohnung und Gesundheit, Nr. 141, Winter 2011
Surfen Sie ab und zu mit dem Notebook auf dem Schoß kabellos im Internet?Wenn Sie noch Kinder möchten, tun Sie das besser nicht! Denn eine neue argentinische Studie bestätigt frühere Ergebnisse: Funkstrahlung beeinträchtigt die Funktionsfähigkeit der Spermien beim Mann.
Für diese Studie haben die Forscher Spermienproben von gesunden Spendern untersucht. Die Hälfte der Proben wurde unter einem Laptop platziert, der über WLAN mit dem Internet verbunden war, um die Bedingungen zu kopieren, die bestehen, wenn ein Mann seinen Laptop auf seinen Schoß nimmt. Das Ergebnis: Von den bestrahlten Spermien waren 25 Prozent bewegungslos, Schäden an der DNA traten bei 9 Prozent auf. Im Vergleich dazu waren von den unbestrahlten Spermien jeweils nur 14 Prozent immobil, und nur drei Prozent wiesen Erbgutschäden auf.
Die Forscher kommen zur Schlussfolgerung, dass ihre Studie aufzeigt, dass die Exposition der Spermien gegenüber der WLAN-Strahlung des Geräts die Spermienzellen nicht abtötet, sondern ihre Motilität/Beweglichkeit beeinflusst. Durch die Untersuchung der Integrität der DNA der Spermienzellen fanden sie zudem heraus, dass ein erheblicher Unterschied zwischen beiden Proben erkennbar war: „Der Teil der Proben, welcher der Strahlung ausgesetzt war, wies eine starke Zunahme von Spermienzellen mit einer fragmentierten (aufgebrochenen) DNA auf,“ sagte Avendaño (Quelle: 24. Juli 2010, Igor I. Solar , www.digitaljournal.com/print/article/2950852). Die Wissenschaftler raten Männern, ihre Laptops auf nicht ihrem Schoß zu platzieren, „insbesondere wenn sie über WLAN mit dem Internet verbunden sind.“
Einen weiteren interessanten Selbstversuch hat der Autor Tim Ferriss unternommen. Nachdem ein Test gezeigt hatte, dass seine Spermienanzahl erschreckend niedrig war, hatte er begonnen zu recherchieren und war auf dabei auf Studien zum Thema Funk gestoßen. Nach einigen weiteren Tests mit dem selben niederschmetternden Ergebnis entschloss er sich zu einem Selbstversuch und begann mit dem Funkentzug. Aber lesen Sie selbst: http://www.flacherbauch.com/handy-gesundheitsgefaehrdend.html
Übrigens vermuten die Forscher, dass auch die Fortpflanzungsfähigkeit von Frauen unter der Strahlung leiden könnte.
Im diesem Jahr haben mein Mann und ich immer wieder Vorträge zur Wirkung der Funkstrahlung von Mobilfunk, Schnurlostelefonen und WLAN gehalten. Dabei kamen wir dann hautnah in Kontakt mit dem Wissenstand der ganz „normalen“ Menschen zu diesem Thema. Und auch mit Fehlinformationen, Verwirrung und Missverständnissen. Recherchiert man dann etwas zu dem was die öffentlichen Meinungsmacher, wie Zeitungen, Zeitschriften und andere so von sich geben, wundert einen das auch nicht mehr.
Noch immer kann man zum Beispiel bei Spiegel online lesen, es gäbe keine einzige Studie, die eine Gesundheitsgefahr unterhalb der Grenzwerte nachgewiesen hätte.
Gibt es die wirklich nicht, oder ist der Spiegel Redakteur schlichtweg von gestern? – Oder vielleicht will er es ja einfach gar nicht so genau wissen. Und manchmal frage ich mich, wer es eigentlich wissen will, was man durchaus wissen könnte. Ich fürchte, viele haben Angst man wird ihnen ihr liebstes Spielzeug wegnehmen, wenn man sich die Fakten etwas genauer anschaut.
Wissenschaftliche Forschung, so scheint es mir manchmal, ist auch nur relevant, wenn sie einem in den Kram passt. Was wir nicht sehen wollen, wird einfach ignoriert oder im schlimmeren Fall diffamiert.
Entgegen allen anderen Behauptungen ist die Studienlage, allein der letzten zehn Jahre, äußerst umfangreich und leider auch relativ eindeutig:
Auf www.mobilfunkstudien.org kann man wenn man möchte eine Zusammenstellung von Studien der letzten 10 Jahre finden: 108 Studien finden signifikante Effekte weit unterhalb der Grenzwerte!
Folgende Effekte wurden in diesen wissenschaftlichen Studien gefunden:
Schäden am Erbmaterial (Gentoxizität): 19
Erhöhtes Tumorrisiko: 13
Schwächung des Immunsystems: 11
Veränderungen im Gehirn: 22
Eizellen- und Embryonen-Schädigungen: 7
Sperma Schädigung und männliche Unfruchtbarkeit: 9
Schlafstörungen, Kopfschmerzen,
Depressionen, Lern- und Gedächtnisstörungen: 19
Abweichendes Verhalten von Pflanzen und Tieren: 10
Es ist mir erhlich gesagt ein echtes Rätsel, wie ansonsten wohl eher vernünftige Menschen einfach behaupten können, es gäbe keine Studien, die Effekte unterhalb der Grenzwerte belegen.
Seien wir doch mal ehrlich: Die Wirksamkeit von Funkstrahlung kann man längst nicht mehr leugnen – und wenn wir Funktechnik verwenden sollte es uns eigentlich bewusst sein, dass wir uns Schaden zufügen. Die Auswirkungen zeigen sich allerdings, ähnlich wie beim Rauchen, oft erst viele Jahre später in Form von Krankheiten, die wir dann aber nicht mehr werden ignorieren können.
Nach dem Handyboom der 90er Jahre, erlebt die Funktechnik im Moment einen neuen Hype. DECT, WLAN, bald LTE, TETRA, Autos, die funkgesteuert vor Unfällen geschützt werden sollen, Tablet PCs, per Funk gesteuerte Haustechnik, Smart Meter, … man entkommt der Funktechnik kaum noch. Bestrahlung rund um die Uhr.
Auch wenn nur die Hälfte der Studien recht hätte – Nachdenken wäre angesagt!