Elektrosmog und Gesundheit

Barbara Newerlas Blog zu den Themen Gesund wohnen – Gesund Leben – Gut schlafen

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Drucker schaltet WLAN Signal nicht ab

3. August 2018 · Keine Kommentare

Fast alle Geräte heute sind WLAN-fähig. Drucker, Fernseher, Fotoapparat und vieles mehr bieten die Funktion übers Smartphone gesteuert zu werden oder kabellos Daten zu übertragen.

Was aber, wenn man diese Funktionen nicht braucht und auch die dadurch verursachte Strahlung vermeiden möchte?

Dann schaltet man die WLAN Funktion ab, die zugehörige Kontrollleuchte erlischt, sofern vorhanden, und man hat Ruhe – oder auch nicht. So geschehen bei einem Messtermin, den mein Mann kürzlich in einem Privathaushalt hatte. Hier sein Erfahrungsbericht:

Meine Kunden machten sich Sorgen um einen nahen Mobilfunkmasten und die möglicherweise dadurch entstehende Strahlenbelastung in ihrem Haus. Um vorab einen groben Überblick über die Situation zu erhalten und einen ersten Messpunkt für die genaue Messung mit dem Spektrumanalyser festzulegen,  schalte ich zunächst mein Breitbandmessgerät ein. WLAN oder DECT-Telefone waren in diesem Haushalt nicht vorhanden. Trotzdem gab es ein eindeutiges WLAN-Signal.  Zunächst dachte ich, mich getäuscht zu haben und es mit dem sehr ähnlichen Signal des Digitalradios zu verwechseln, aber je näher wir den Büroräumen kamen, desto stärker wurde das Signal. Schließlich konnten wir als Quelle einen Drucker von HP lokalisieren.

Der Kunde gab an, er hätte das WLAN abgeschaltet und tatsächlich leuchtete das entsprechende Kontrollsymbol nicht mehr. Erst als wir den Netzstecker zogen war endlich Ruhe.

Was war passiert? Der Kunde hatte bei der Einrichtung ausgewählt, dass er den Computer nicht über das WLAN mit dem Drucker verbinden möchte, sondern über USB – Kabel, die Verbindung klappte und das WLAN-Symbol am Drucker erlosch – aber das WLAN lief weiter. Möglicherweise für den Fall, dass jemand von einem WLAN-fähigen Smartphone Fotos ausdrucken möchte.

Aus meiner Sicht liegt hier ganz klar eine gefährliche Verbrauchertäuschung vor, denn grundsätzlich sollte man als Verbraucher davon ausgehen können, dass Lämpchen aus bedeutet, dass auch die Funktion abgeschaltet ist und keine Strahlung mehr emittiert wird. Hier wäre dringend der Gesetzgeber gefordert!

So kann man nur empfehlen: Überprüfen Sie dringend jedes Gerät nach dem Abschalten des WLAN, ob tatsächlich keine Verbindung mehr möglich und das WLAN komplett deaktiviert ist, oder fragen Sie direkt beim Hersteller nach.

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Weiße Zone Rhön – Funklöcher für elektrosensible Menschen erhalten

4. Mai 2018 · 2 Kommentare

Angesichts der Ankündigungen von Seiten der Politik, auch die letzten Funklöcher schließen zu wollen, leite ich gerne diese Aktion von Weiße Zone Rhön weiter. Schon lange steht die Forderung nach Weißen Zonen im Raum – Orten ohne Funkstrahlung, die auch funkseniblen Menschen ein lebenswertes Leben ermöglichen.

Funksensible sind keine Spinner. Noch in den 70er und 80er Jahren galten Allergien als  psychosomatische, bzw. sogar als psychische Erkrankung. Für Ärzte war das praktisch gleichbedeutend damit, dass die Beschwerden hauptsächlich auf „Einbildung“ beruhen. Heute weiß man es besser.

Wie den Allergikern damals, geht es heute den Funksensiblen. Man könnte es längst besser wissen, denn es gibt viele Studien zum Thema der Wirkung gepulster Strahlung auf den Körper. Siehe auch die neue Datenbank: https://www.emfdata.org/de

Doch wie bei den Allergien wird es wohl noch eine Weile dauern, bis sich dieses Wissen auf breiter Basis durchgesetzt hat. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene aktiv werden. Bitte beteiligt Euch zahlreich!

Hier der Aufruf von Weiße Zone Rhön:

Angesichts der Absichten von Minister Scheuer, nun „endlich“ die letzten Funklöcher zu schließen, indem Handy-Nutzer gebeten werden, solche per App zu melden schlagen wir vor, uns endlich als konzertierte Aktion an die Politiker zu wenden.

Dabei sollen authentische Kurzberichte von Betroffenen angefügt werden, die Masse macht es!

Jedes WZR-Mitglied (und auch jeder andere Betroffene) schreibt in prägnanten Worten, ca. 120 Zeichen! eine Antwort zur Frage: WARUM ICH DIE WEISSE ZONE BENÖTIGE.

Anfangsbuchstabe Vorname und Nachname, w oder m , Alter, Abkürzung des Bundeslandes (z.B. By, He, BW….) (um mindestens für uns eine Identifizierung zu gewährleisten, es darf nicht der Anschein entstehen, dass alles getürkt ist.)

Hier einige Beispiele:

Habe eigenes Haus, muss im Keller leben, Garten nicht nutzbar, Gang in Stadt unmöglich. Schmerzen, Schlaf schlecht, Herzbeschwerden, Muskelschmerzen, ………….

Lassen Sie uns die Mails oder handschriftlichen Briefe zukommen. Wir werden sie sammeln und dann bei einem pressewirksamen Termin übergeben.

Am 14.5.2018 werden wir bei einer Veranstaltung die hessische Umweltministerin treffen. Hier hätten wir schon die erste Gelegenheit zur Übergabe.

In der Hoffnung auf zahlreiche Posteingänge grüßen wir herzlich

Klaus
Doris
Helga

Weiße Zone Rhön e.V.
www.weisse-zone-rhoen.de

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Funkwasserzähler – Einbauzwang in Bayern

16. Februar 2018 · Keine Kommentare

FunkwasserzählerLaut einem Gesetzesentwurf vom Herbst letzten Jahres soll zukünftig Hausbesitzern der Einbau von Wasserzählern mit Funkmodul von der Gemeinde vorgeschrieben werden können. Dazu muss das bayerische Datenschutzgesetz und die Gemeindeordnung geändert werden.

Dies wäre ein massiver Eingriff in die Grundrechte der Bürger. In das Recht auf informelle Selbstbestimmung und die Unverletzlichkeit der Wohnung.

Die  hochfrequente elektromagnetische Strahlung der Funkmodule wird von WHO seit 2011 als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Studien finden außerdem immer mehr Belege dafür, dass die Strahlung schädlich für die Gesundheit ist. Solange also die Unbedenklichkeit der Strahlung nicht zweifelsfrei belegt ist, kann es nicht sein, dass man gezwungen wird einen funkenden Wasserzähler in seinen eigenen vier Wänden installieren zu lassen.

Auch aus datenschutzrechtlichen Gründen sind solche Zähler äußerst problematisch.

Proteste zeigen Erfolg!

Das bayerische Gesetz wird wahrscheinlich Signalwirkung für die zukünftige Gesetzgebung in ganz Deutschland haben.

Massive Proteste aus der Bevölkerung und die Bedenken des bayerischen Datenschutzbeauftragten Petri haben nun dazu geführt, dass der Gesetzesentwurf geändert werden, und es ein Widerspruchsrecht gegen den Einbau von Funkwasserzählern geben soll.  Wie dies genau aussehen wird, ist noch nicht klar.

Deshalb ist es weiterhin wichtig zu protestieren. Schreiben Sie an ihren Abgeordneten oder Minister des Landtags und treten Sie für ihre Rechte ein!

Hier finden Sie Musterbriefe: https://www.diagnose-funk.org/aktivitaeten/aktion-aufklaerung/protest-um-funkwasserzaehler

Diagnose Funk fordert:

  • Eine in der Bayerischen Gemeindeordnung gesetzlich verankerte Informationspflicht durch die Kommune.
  • Laienverständliche Aufbereitung der Information mit Hinweis auf die, mit dem Einbau verbundenen Grundrechtseingriffe, sowie datenschutz- und datensicherheitsrelevante Gesichtspunkte. Nur aufgeklärte Bürger*innen können ihre Rechte wahrnehmen!
  • Jederzeit mögliches Widerspruchsrecht für Bürger*innen gegen elektronische Wasserzähler mit Funkmodul.
  • Grundsätzlich kein Zwang zum Einbau und Betrieb von Funkübertragungstechniken durch die öffentliche Seite in Haushalte gegen den Willen der BürgerInnen.

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WifiSpot von Unitymedia – Gericht lässt Zwangsaktivierung zu

9. Februar 2018 · 2 Kommentare

WifiSpot interaktive KarteLaut einem aktuellen Gerichtsurteil darf Unitiymedia WifiSpot ohne ausdrückliche Einwilligung der Kunden aktivieren.

Im Frühjahr 2016 hatte Unitymedia seine Kunden in einem Schreiben informiert:

„In den kommenden Wochen wird auf Ihrem WLAN-Router automatisch ein separates WLAN-Signal aktiviert“.  Falls man nicht innerhalb von vier Wochen Widerspruch einlegt, darf man auch das privat WLAN nicht mehr eigenständig deaktivieren und hat alles zu unterlassen, das die Nutzung des öffentlichen Hotspots beeinträchtigt. Außerdem wird das Recht auf freie Routerwahl ausgehebelt, man kann dann nur noch den hauseigenen Router von Unitymedia verwenden.

Gegen dieses Vorgehen hatte die Verbraucherzentrale NRW geklagt.

Leider hat das Oberlandesgericht Köln dem Netzbetreiber Unitymedia in zweiter Instanz nun Recht gegeben. Das Gericht erlaubt somit, dass Unitymedia die öffentliche Hotspot-Funktion in seinen Routern (Wifispot) aktiviert, auch ohne dass der Kunde zuvor einwilligt.

Die Belästigung der Kunden durch die Aufschaltung des zweiten Signals sei gering begründet das Gericht sein Urteil und wertet die Aktivierung nicht als unzumutbare Belästigung im Sinne von § 7 Abs. 1 UWG. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Das Gericht hat die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.

Niemand spricht über die Strahlung

Die Verbrauerzentrale bezieht sich in ihrer Klage auf ein Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, aber über die zusätzliche Strahlung, der die Kunden und deren Nachbarn ausgesetzt sind, spricht leider niemand.

Mit der aktuellen Praxis von Unitymedia, wurde und wird in unzähligen Routern ein zusätzliches WLAN Signal daueraktiviert. Dies muss entsprechend stark strahlen, um einen genügend großen Bereich außerhalb des Hauses oder der Wohnung abzudecken. Hochfrequente Strahlung, zu der das WLAN Signal gehört, durchdringt feste Materialien nur schwer, das meiste wird reflektiert und bleibt damit in den Wohnräumen. Eine Versorgung von Innen (Wohnung/Haus) nach Draußen ist also der komplette Irsinn und treibt die Belastung unnötig in die Höhe. Unternehmen, wie Unitymedia sparen sich so die teure Einrichtung öffentlicher Hotspots, um ein flächendeckendes WLAN-Netz für ihre Kunden anbieten zu können, auf Kosten der Gesundheit. Dazu kommt der zusätzliche Stromverbrauch, den damit auch der Kunde trägt, denn eine Sendeantenne benötigt Energie.

Man kann/darf dann WLAN auch nicht mehr deaktivieren – zum Beispiel nachts, oder wenn man es nicht braucht. Es strahlt rund um die Uhr mit (mindestens) doppelter Stärke.

Wissen Sie überhaupt, dass ihr Router dauerstrahlt?

Dazu kommt, dass Vielen, viel zu Vielen, wahrscheinlich nicht einmal bewusst ist, dass ihr Router dauerstrahlt oder zum öffentlichen Hotspot geworden ist. Die meisten Menschen wissen so gut wie nichts über Funkstrahlung und die Technik, die dahintersteckt. Der Router wird vom Techniker installiert und sowohl privates, als auch öffentliches WLAN sind dann standardmäßig aktiviert. Kaum jemand denkt daran, dass das so ist, und dass man beides über die Software deaktivieren muss, wenn man es nicht will oder braucht.

Wie viele Menschen haben es wohl versäumt zu widersprechen, weil sie entweder nicht wirklich verstanden haben, worum es geht, es vergessen haben, keine Zeit dafür hatten, es ihnen zu kompliziert war, etc.?

Wie viele wissen wohl, dass man WLAN im Kundencenter von Unitiymedia, online aktivieren oder deaktivieren kann und muss?

Wie viele sind wohl damit überfordert, die entsprechenden Einstellungen im Kundencenter vorzunehmen?

Ich telefoniere fast täglich mit Menschen, die Rat suchen und weiß, dass selbst gebildete Menschen mit Universitätsabschluss, oft nicht genügend von dieser Technik verstehen, um bewusst und sinnvoll damit umgehen zu können.

Gerade deshalb ist das Gebaren von Unitymedia nicht akzeptabel, und wir hoffen sehr, dass die Revision vor dem Bundesgerichtshof zu Gunsten der Verbraucher ausgeht. Die Kunden und ihre Nachbarn werden sowieso schon durch das automatisch aktive WLAN einem hohen Risiko ausgesetzt  – WifiSpot kommt dann noch, mit einer wahrscheinlich noch wesentlich höheren Intensität, dazu.

Die Wirkung der Funkstrahlung

Entgegen der landläufigen Meinung, ist die negative Wirkung, die Funkstrahlung, ob Mobilfunk, WLAN oder Schnurlostelefon,  auf den Körper hat, längst ein Fakt. Die WHO hat die Strahlung schon vor Jahren als möglicherweise krebserregend eingestuft und unzählige Studien haben ihre Wirkung beschrieben und Schäden dokumentiert. Von Kopfschmerzen und Schlafstörungen über Wirkung auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau, Fehlgeburten, Schäden am Erbgut und Krebs bis hin zu Krankheiten des Immunsystems, Burnout und oxidativem Stress, als Ursache für viele ernste chronische Erkrankungen. Wissenschaftler und Ärzte warnen seit langem. Dabei ist eine kurzfristige Exposition nicht unbedingt das Problem, sondern die 24 Stunden Dauerbestrahlung. Gerade im Schlaf, wenn der Körper sich regenerieren sollte.

Verschiedene Studienreports und eine spezielle Veröffentlichung zu WLAN gibt es hier: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/diagnose-funk-publikationen/studienuebersichten-recherchen-reports

Trotzdem werden jeden Tag neue private und öffentliche Hotspots, ohne die bewusste, aktive Einwilligung der Nutzer, automatisch aktiviert. Sie sind damit einer Dauerbestrahlung ausgesetzt über die Sie selbst keine Kontrolle mehr haben!

Deshalb:

  • Widersprechen Sie der Aktivierung von WifiSpot und den entsprechenden Angeboten anderer Anbieter und deaktivieren Sie die Funktion im Kundenportal von Unitymedia!
  • Gewinnen Sie damit ihre Selbstbestimmung zurück, wann und wie oft Sie WLAN nutzen möchten und seien Sie in der restlichen Zeit strahlungsfrei.
  • Schalten Sie WLAN aus, wenn Sie es nicht brauchen und nutzen Sie, wenn möglich, einen Router mit Schalter und LED-Kontrollleuchte. So können Sie WLAN per Knopfdruck deaktivieren, wenn Sie es nicht brauchen und schützen ihre eigene Gesundheit und die ihrer Nachbarn!

Hier kann man sehen wo WifiSpot schon aktiv ist: https://services.unitymedia.de/wifi

Bei Diagnose Funk kann man außerdem zwei sehr informative Flyer zum Thema Router und WLAN kostenlos herungerladen (Link am Ende des Artikels ): https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=1077

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Schlafstörungen durch Elektrosmog

26. Januar 2018 · Keine Kommentare

SchlafstörungenAuch die Zeitschrift Focus hat es inzwischen schon mitbekommen: Ohne schläft man besser. Laut DAK leiden 80% aller Deutschen unter Schlafstörungen, 10% unter schweren Beeinträchtigungen des Schlafs.

Auch in entsprechenden Foren und in Facebookgruppen taucht das Thema Schlafstörungen häufig auf. Viele Menschen schlafen schlecht ein, wachen mehrmals pro Nacht auf oder können nach 2-3 Stunden Schlaf nicht mehr weiterschlafen. Ihr Leben und ihre Leistungsfähigkeit ist schwer beeinträchtigt.

Ursachen von Schlafstörungen

Für Schlafstörugen gibt es viele Ursachen: Stress, hormonelle Ungleichgewichte, Medikamente, Lebensstil, künstliches Licht mit hohem Blauanteil (Energiesparlampen, LEDs, Bildschirme, Fernseher, Handy) vor allem am Abend, etc.

Aber auch der „Elektrosmog“ ist eine wichtige Komponente. Dazu gehören elektrische und magnetische Felder der Hausinstallation, Bahn- und Straßenbahntrassen oder Hochspannungsleitugen, sowie die allgegenwärtige Funkstrahlung, welche innerhalb und außerhalb des Hauses immer mehr zunimmt.

Viele haben Angst vor Mobilfunkmasten, aber kaum jemandem ist bewusst, wieviele Sender unter Umständen  inzwischen in einem ganz normalen Haushalt ständig vor sich hinstrahlen:

WLAN und DECT-Schnurlostelefon sind heute normalerweise immer präsent, aber selbst wenn man das WLAN nachts ausschaltet und ein Schnurlostelefon mit ECO+ Modus betreibt, das zwischen den Gesprächen nicht sendet, verstecken sich oft in allen möglichen elektronischen Geräten weitere Sender.

Immer mehr Geräte können per Smartphone gesteuert werden. Damit das funktioniert sind WLAN oder Bluetoothsender eingebaut, die eventuell auch dann strahlen, wenn sie gar nicht gebraucht werden. Fernseher und Hifianlagen sind inzwischen serienmäßig damit ausgestattet, aber auch Kinderspielzeug, Lautsprecherboxen, Kühlschränke, Backöfen, Saugroboter, Funkrauchmelder, Thermostate, Strom-, Wasser-, Gaszähler und Vieles mehr können Funksender enthalten.

Da Firmen davon ausgehen, dass jeder diese wunderbare, neue Technik nutzen möchte, sind diese Sender oft ab Werk aktiviert – will man die Strahlung nicht haben, muss man sie deaktivieren.

Funkbelastung setzt den Körper unter massiven Dauerstress und beeinträchtigt die Schlafqualität, bis hin zu massiven Schlafstörungen.Siehe auch hier: Mobilfunk stört den Schlaf

Leidet man also unter Schlafproblemen ist es sehr sinnvoll, als erstes auf die Suche zu gehen und alle möglichen Funkquellen zu deaktivieren. Oft hilft das schon weiter. Möchte man dann auch andere „Elektrosmogquellen“ eliminieren, sollte man einen darauf speziellen Baubiologen konsultieren.

Hier geht es zum Focus-Artikel: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/asthma/therapie/10-schlafraeuber-die-viele-nicht-kennen-8-schlafraeuber-elektrosmog_id_4379431.html

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Smart Meter – Funkende Wasser- und Stromzähler

16. Januar 2018 · Keine Kommentare

Aktuell läuft eine Klage vor dem Amtsgericht Frankfurt gegen die wöchtentlich Übertragung der Messwerte von Heizung- und Wasserverbrauch mittels Smart Meter. Die Daten geben Aufschluß über die Lebensgewohnheiten der Bewohner, zum Beispiel, ob und wieviel Besuch sie empfangen, usw. Dieses Urteil kann weitreichende Konsequenzen haben.

Artikel in der Frankfurter Rundschau

Aber nicht nur aus datenschutzrechlichen Gründen sind Smart Meter ein Problem. Lesen Sie hier warum, und was man dagegen tun kann.

Digitale Zähler werden Pfllicht

Im Juni 2016 hat der Bundestag das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet. Demnach müssen bis spätestens 2032 alle mechanischen Stromzähler durch digitale Modelle ersetzt werden. In privaten Haushalten müssen diese nicht mit Funk ablesbar sein, in der Praxis werden jedoch meist Zähler installiert, die die Verbrauchsdaten per Funk an die jeweiligen Anbieter übermitteln.

Smart Meter zeigen auf einem Bildschirm die Kurve des jeweiligen Stromverbrauchs an und können diese Daten an den Stromanbieter übermitteln. Damit sollen Verbraucher animiert werden ihren Verbrauch zu überwachen, generell Strom zu sparen und stromintensive Aktivitäten auf preislich günstiger Zeiten zu verlagern. Gleichzeitig soll das System den Netzbetreibern helfen ihr Netz besser auszulasten und Lastspitzen zu planen.

Kosten sparen mit dem Smart Meter?

Der Haken an der Sache: bisher gibt es kaum Tarife, die nennenswerte preisliche Unterschiede bezüglich der Tageszeit anbieten und letztendlich ist außerdem das Einsparpotential äußerst gering. Bei einem Verbrauch von bis zu 6000 Kilowattstunden, was einem Haushalt von mindestens 4 Personen entspricht, beläuft sich die Einsparung auf voraussichtlich 39 Euro im Jahr. Die Kosten für den Betrieb und Einbau des digitalen Zählers, den die Versorger auf den Kunden umlegen schätzt man dagegen auf knapp 90 Euro im Jahr – für den Verbraucher also eindeutig ein Minusgeschäft.

Das Geschäft mit unseren Daten

Die Fernübertragung unseres Stromverbrauchs, in naher Zukunft wahrscheinlich auch unseres Wasser- und Energieverbrauchs ist ein tiefgreifender Eingriff in unsere Privatsphäre und die Unverletzlichkeit der Wohnung.

Mit diesen Daten können An- und Abwesenheit, Besucher, Gerätenutzung und Lebensgewohnheiten der Bewohner verfolgt werden. Außerdem ist geplant, diese Daten zur weiteren Nutzung an Dritte zu verkaufen, welche die Informationen dann nutzen können um Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten.

Wie arbeiten digitale Zähler?

Die Datenübertragung eines mit Kommunikationsmodul ausgestatteten digitalen Zählers kann über verschiedene Wege erfolgen:

Per Netzwerkkabel (LAN) – Hier werden die Daten per Kabel vom Zähler zum Router und ins Internet übertragen. Per Mobilfunk (meist GSM) – Hier werden die Daten per Funk über einen eingebauten Sender ins Netz übertragen. Per PLC (DLAN) – Hier erfolgt die Funkübertragung über das Stromnetz des Hauses oder der Wohnung.

Wie stark und wie oft die funkgestützten Systeme senden ist sehr unterschiedlich. Die Spanne reicht vom 10 Sekunden Takt über alle 15 Minuten bis hin zu zweimal pro Monat oder alle 4 Minuten während einer Zeitspanne von zwei Wochen pro Jahr. Dies gilt genauso für Wasser- und Gaszähler oder Verbrauchszähler an Heizkörpern.

Was kann man tun?

Als Eigentümer kann man den Messtellenbertreiber, der die Zähler einbaut und betreibt frei wählen und man ist nicht verpflichtet, die Nutzung von Funk- oder PLC-basierten Zählern zuzulassen. Dies ist unabhängig davon, wer der Netzbetreiber oder Stromlieferant ist.

Als Mieter hat man allerdings schlechte Karten. Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2011 kann hier der Vermieter entscheiden, welches System er wählt und man hat im Prinzip kein Mitspracherecht.

Sofern man die Möglichkeit hat als Eigentümer selbst zu entscheiden, sollte man funkgestützte Systeme möglichst vermeiden. Am besten man trifft mit dem Messstellenbertreiber eine schriftliche Vereinbarung über eine funkfreie Datenübertragung mit LAN-Kabel. Außerdem sollte man darauf achten, dass eventuell standardmäßig integrierte und aktivierte Sender im Zähler vollständig deaktiviert werden.

Als Mieter sollte man sich darüber informieren, was der Vermieter vorhat und ihm gegebenenfalls die entsprechenden Informationen aus diesem Buch oder anderer geeigneter Quelle zukommen lassen. Sehr gute weiterführende Informationen hierzu gibt es auch bei Diagnose Funk e.V.: https://www.diagnose-funk.org/ratgeber/elektrosmog-im-alltag/elektromagnetische-strahlung/dauerfunkende-verbrauchszaehler-smart-meter.

Sind schon digitale Zähler installiert, sollte man sich über das Funkverhalten des entsprechenden Systems beim Hersteller informieren. Reichen diese Informationen nicht aus um Klarheit über die Belastung zu gewinnen, kann man einen Baubiologen beauftragen und messen lassen.

Widerspruch gegen Funkzähler einlegen

Dauerfunkende Wasserzähler, die häufiger Daten senden, als für die Abrechnung nötig sind laut Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder verfassungswidrig. Deshalb können Sie vom Verbraucher abgelehnt werden. Bei Diagnose Funk gibt es ein Musteranschreiben, das man verwenden kann , um Widerspruch gegen einen solchen Zähler einzulegen.

Dieser Text ist ein Auszug aus unserem Buch „Tips und Tricks im Umgang mit Handy, Schnurlostelefon, WLAN und Co.“. Wir informieren hier ganz konkret, praktisch und laienverständlich über den sinnvollen Umgang mit allen funkenden Geräten und Anwendungen. Es ist als E-Book und Druckausgabe erhältlich. Mehr Infos hier >>

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Krank durch Handy und WLAN?

12. Januar 2018 · Keine Kommentare

Smartphone mobile DatenImmer häufiger beschäftigen sich inzwischen auch die Medien ernsthaft mit der Problematik der Strahlung durch Handys und WLAN.

So zum Beispiel der SWR in seiner Sendereihe „Wissen“. Die Sendung gibt Tips, wie man die Belastung reduzieren kann, diskutiert die Auswirkung der neuen 5G-Technologie und geht auf die Krankheit der Elektrohypersensibilität ein.

Leider werden in Deutschland die Betroffenen immer noch in die Psychoecke gestellt und haben keinen Chance zur Anerkennung ihrer Beschwerden als Krankheit, geschweige denn ein Recht auf Schutz und Hilfe.

Zum Glück ist das nicht überall in Europa so. In Schweden ist Elektrosensibilität als Krankheit anerkannt und die Betroffenen werden vom Staat unterstützt. Sie haben Anspruch auf einen strahlungsarmen Arbeitsplatz, Hilfe zur Abschirmung der Wohnräume und es gibt in Krankenhäusern strahlungsfreie Behandlungsräume.

Deutschland beruft sich dagegen immer noch auf viel zu hohe Grenzwerte, die auch wissenschaftlich längst überholt sind. Andere europäische Staaten, wie Italien, Russland und die Schweiz haben sehr viel niedrigere Grenzwerte und viele Ärzte fordern schon lange eine Senkung auch in Deutschland.

Link zur Sendung: SWR 2 – Wissen – Machen Handys und WLAN krank?

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Höhere Strahlenbelastung durch WLAN oder „Mobile Daten“?

10. November 2017 · 3 Kommentare

Smartphone mobile DatenKürzlich erreichte uns folgende interessante Frage zum Thema WLAN oder Mobile Daten:

„Ihre beiden Internetseiten sind echt spitze.

Dennoch habe ich eine Frage, die ich trotz intensiver Suche auch bei Ihnen nicht beantwortet bekam.

In der Diskussion mit meiner 19 jährigen Tochter sind wir an folgendem Punkt nicht weitergekommen:

Wir nutzen in unserer Familie alle drei ein I-Phone 6. Mit dem neuen IOS lässt sich im Kontrollzentrum leicht WLAN und mobile Daten ein und ausschalten.

Zuhause ist die Nutzungszeit des WLAN selbstverständlich auf wenige Stunden begrenzt, doch unsere Tochter diskutiert, dass die Nutzung der mobilen Daten im Haus doch mehr schadet, als ausgeschaltete mobile Daten und dafür surfen über das WLAN. Nun war ich durchaus sprachlos und vor allem ratlos.

Zum einen ist es kompliziert Strahlungswerte vom Handy in verschiedenen Nutzungsformen zu erhalten, und die Strahlungswerte der WLAN Router ist auch nicht so leicht zu erfahren.

Also ist guter Rat teuer. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen“

 

Die Antwort:

Vielen Dank für Ihre interessante Frage!

Diese lässt sich leider auch für einen Experten nicht so ganz leicht beantworten, weshalb es mich nicht wundert, dass Sie da an einem sprachlosen Punkt angekommen sind. Was nun tatsächlich schädlicher ist hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits kann es von Körper zu Körper unterschiedlich sein, worauf eine stärkere Reaktion erfolgt, da der Empfang und Versand über das Smartphone „Mobilen Daten“ eine andere Signalcharakteristik hat, als der über das WLAN.

Beim Empfang über den Mobilfunk bei „Mobile Daten“ werden nur Informationen gesendet und empfangen, wenn Sie tatsächlich welche abrufen, es sei denn Sie haben Apps auf Ihrem Gerät, die von sich aus regelmäßig Daten senden und abrufen. Leider ist das die Regel, vor allem bei kostenlosen Apps, da diese Daten Ihrer Aktivitäten sammeln und an den Hersteller senden, der diese dann verkauft oder zu eigenen Zwecken nutzt. Es kann also sein, das Ihre Smartphones im Sekundentakt Daten senden, auch wenn gerade niemand selbst aktiv ist.

Wie hoch diese Sendeimpulse sind hängt davon ab, wie gut der Empfang ist. Sehr wahrscheinlich ist die Sendeintensität aber höher, als bei den Signalen, die das Smartphone zum WLAN-Access-Point sendet.

Auch wenn die Strahlungsintensitat beim Smartphone in der Regel wesentlich höhre ist, ist aber der WLAN-Access-Point aber ein echter Dauersender, egal ob gerade Daten gesendet oder empfangen werden. Außerdem reagieren viele Menschen stärker auf das WLAN-Signal, selbst wenn es eine geringere Intensität hat.

Aufschluss darüber, bei welcher Art Nutzung, an einem oder mehreren Orten im Haus die Strahlungsintensität höher ist, kann nur eine qualifizierte Messung ergeben, die tatsächlich verschiedene Situationen durchspielt. Ich nutze Zuhause und im Büro weder „Mobile Daten“ noch WLAN, sondern LAN und die Rufumleitung aller Anrufe auf das Festnetz.

Das Handycap mit „Whats App“ oder ähnlichem kann man so umgehen, das man dreimal am Tag (z.B. Morgens, Mittags und Abends), die „Mobilen Daten“ kurz aktiviert und schaut, was jeweils zwischendurch passiert ist. Damit ist vermeidet man auch aus die Falle der ständigen Erreichbarkeit.

Sollte man andere Daten tagsüber aus dem Netz brauchen, besteht ja die Möglichkeit ein Notebook zu nutzen oder ein Tablet, das über spezielle Adapter ans LAN angeschlossen ist. Vielleicht geht dies ja aber sogar bei einem Smartphone, was ich aber bisher noch nicht versucht habe. Natürlich ist das alles nicht superbequem, aber ein kranker Körper ist auch nicht bequem.

Ich hoffe, dass ich Ihnen ein wenig weiterhelfen konnte.

Mit besten Grüßen aus Tennenbronn
Peter Newerla

→ 3 KommentareTags: Smartphone · WLAN

WLAN und Bluetooth im Auto

3. November 2017 · Keine Kommentare

Auto von InnenAm 28.10.2017 fragte RTL explosiv: „Was macht Autofahren mit uns?“.

Moderne Kraftfahrzeuge sind heute mit Unmengen an Elektronik ausgestattet. Baubiologen haben schon vor Jahren Messungen durchgeführt und zum Teil hohe Werte elektrischer und magnetischer Felder gefunfen. Dazu kommen inzwischen noch Funkanwendungen wie WLAN und Bluetooth.

Viele Menschen fühlen sich gestresst, sobald sie ins Auto steigen, werden unkonzentriert, agressiv, müde oder bekommen Kopfschmerzen. Haben diese Symptome mit der hohen Elektrosmogbelastung in unseren Autos zu tun? RTL hat die Gehirnströme und verschiedene andere Parameter bei einem Probanden vor und während der Autofahrt gemessen – mit und ohne eingeschaltetem WLAN.

Die Ergebnisse waren für alle erstaunlich und arlamierend: Fazit Funkdienste und sogar die Klimaanlage möglichst ausgeschaltet lassen.

Ein sehenswerter Beitrag ab Minute 0:22.

RTL explosiv vom 28.10.2017

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Jeromy Johnson über Funkstrahlung bei TEDx

25. Oktober 2017 · Keine Kommentare

Jeromy Johnson ist Ingenieur und arbeitete jahrelang in Silicon Valley bevor er selbst 2011 elektrosensibel wurde. Ihm erging es wie Vielen, die lange Zeit großen Strahlungsintensitäten ausgesetzt waren.
Jeromy hat für sich die Konsequenzen gezogen und machte sich auf den Weg wieder gesund zu werden. Heute berät er nun selbst Menschen dabei, wie sie ihr Umfeld strahlungsarm gestalten können.

Hier seine 15 Minuten bei TEDx Talks:

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